Biosphärenkommunen belegen Spitzenplätze
 in der Solarlandesliga

Sämtliche Kommunen des Biosphärenreservats Bliesgau landen in der aktuellen Landeswertung der Solarbundesliga auf vorderen Plätzen. Platz 1 geht dabei an die Gemeinde Mandelbachtal, gefolgt von Gersheim, Blieskastel und Kirkel. Auch Kleinblittersdorf und St. Ingbert auf den Plätzen sieben und acht der Landeswertung liegen gut im Rennen.

Blieskastel. Mit der solaren Landesmeisterschaft, die das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr in Anlehnung an die bundesweite Solarbundesliga durchführt, geht es darum, die saarländischen Kommunen mit dem höchsten Bestand an Photovoltaikanlagen und Solarkollektoren auszuzeichnen und auch für die Zukunft zu motivieren. Für Solarstrom gibt es einen Sonnenpunkt je Watt, die Fläche der Solarwärmeanlagen wird in Leistung umgerechnet. Dabei wird von 700 Watt Leistung je Quadratmeter ausgegangen.
Anfang 2014 – so der zuständige Klimaschutzmanager Hans-Henning Krämer – waren im Biosphärenreservat Bliesgau mindestens 17.000 qm Solarkollektoren installiert, die aus Mitteln des Bundes oder des Landes gefördert wurden. Ferner über 44.000 Kilowatt durch Photovoltaikanlagen, mit denen sich rein rechnerisch über 12.500 Haushalte - also etwa ein Drittel aller Haushalte der Biosphäre Bliesgau - komplett mit Solarstrom versorgen ließen.

Kommune

Solarstrom (kW)

Solarwärme (qm)

Punkte

Mandelbachtal

6.415

2.741

1.315

Gersheim

4.997

1.266

1.265

Blieskastel

10.178

4.612

1.190

Kirkel

5.021

1.783

1.148

Kleinblittersdorf

3.736

1.767

823

St. Ingbert

12.502

3.623

754

Homburg1

1.480

~ 1.100

gesamt

44.329

15.793

1 Stadtteile Kirrberg, Einöd, Wörschweiler

"Die Auswertung des Wettbewerbs zeigt", so Verbandsvorsteher Alexander Rubeck, "dass die Biosphäre Bliesgau, die Mitgliedskommunen sowie die Bevölkerung bereits in der Vergangenheit nicht untätig im Bereich des Klimaschutzes waren."
Für die Zukunft sieht auch das mit dem Masterplan 100% Klimaschutz beauftragte Institut für Zukunftsenergiesysteme die Potenziale der Solarenergie noch keineswegs ausgeschöpft. Die Solarstromleistung ließe sich bis 2050 verfünffachen, mit Solarthermie ließen sich statt heute etwa 5 sogar 125 Mio. Kilowattstunden Wärme produzieren. Hierzu bedarf es jedoch weiterhin Anreizen von Seiten der Bundes- und Landesregierung.

Pressemeldung vom 09. Juli 2014