Pressemeldung vom 27. Juni 2012

Die Feldgrille im Bliesgau – wo war sie zu hören?

Zurzeit lassen sie sich noch häufig in Feld und Flur vernehmen – die Feldgrillen. Aber wo im Bliesgau gibt es sie überall? Sind sie bis auf die Waldgebiete tatsächlich noch flächendeckend im Muschelkalkbereich des Bliesgaus verbreitet oder gibt es Lücken, wo die Art nicht vorkommt? Und wie sieht es im Gebiet des Buntsandsteins im Biosphärenreservat aus?
Um diese Frage zu klären, brauchen wir ihre Mithilfe!
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Feldgrillen sind vor allem in den extensiv genutzten Wiesen im Bliesgau zu finden.

 

Melden Sie uns deshalb ihre Beobachtungen, damit wir einen genauen Überblick über die Bestände der Art im Biosphärenreservat erhalten.
Die Feldgrille wird 17-23 mm lang und ist schwarz oder auch seltener braun gefärbt.
Die Flügel werden von den geschlechtsreifen Männchen zur Lauterzeugung, den bekannten zirpenden Gesängen benutzt. Dieser Lockgesang der Männchen ist von Mai bis Ende Juni in trockenen, warmen Wiesen und Hängen deutlich zu hören, teilweise bis zu 50 m weit. Man hört die Art also deutlich öfter, als das man sie tatsächlich sieht, aber auch der Gesang ist mit keiner anderen Art zu verwechseln.
Wenn man die Art tatsächlich sehen möchte, lohnt es sich, in trockenen, sonnigen Wiesen nach Löchern im Boden Ausschau zu halten. Die Tiere graben nämlich 10-20 cm tiefe und ca. 2 cm breite Wohnröhren in den Boden und halten sich auch oft in deren Nähe auf.

Ihre Meldungen bitte an: Anita Naumann in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau (Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel; Tel: 06842-9600916, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), hier erhalten Sie auch nähere Informationen zum biologischen Monitoring im Biosphärenreservat Bliesgau.

Infokasten:
Die Feldgrille gehört zur Ordnung der Langfühlerschrecken, im Gegensatz zu einigen ihrer Verwandten springen sie nur über kurze Strecken. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Wurzeln, aber auch kleinere Bodentiere und deren Kadaver werden nicht verschmäht. Nur die männlichen Grillen zirpen, Weibchen auf Partnersuche werden durch diesen Gesang angelockt.