Der Star – Vogel des Jahres 2018

Der Star ist etwas kleiner als eine Amsel und sowohl im Prachtkleid (das Federkleid, dass während der Brutzeit getragen wird) als auch im Schlichtkleid ein hübsch anzusehender Vogel. Das Prachtkleid ist schwarz-glänzend. Je nach Lichteinfall schimmert das Gefieder der Vögel dann in grün oder sogar violett. Aber auch das Schlichtkleid ist mit den dunklen Federn und dem hellen Punktmuster darauf auffallend. Die gerade ausgeflogenen Jungvögel haben dagegen in den ersten Wochen mit einem braunen Gefieder noch eine sehr unauffällige Färbung. 
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Im Flug wirken die Flügel der Stare meist dreieckig und spitz. Daran und an ihrem Auftreten in kleineren Trupps, manchmal aber auch in riesigen Schwärmen lassen sie sich gut erkennen.
Zum Vogel des Jahres hat man den Star gewählt, da er zwar noch relativ häufig ist, aber sein Bestand innerhalb von nur 20 Jahren um ca. 1 Mio Brutpaare abgenommen hat. Er wurde von der Stufe „ungefährdet“ (2007) direkt in die Kategorie „gefährdet“ (2015) der Roten Liste eingestuft ohne vorher auf der Vorwarnliste zu stehen.
Der Star ist was seinen Gesang angeht ein wahrer Imitationskünstler. Er kann den Gesang anderer Vögel nachahmen. Gerade in Städten und Dörfern hört man aber auch Stare die mit ihrem Gesang an Türklingeln oder Handy-Klingeltöne erinnern.
Der Vogel des Jahres 2018 hat sich aber auch in anderer Weise an ein Leben in der Nähe des Menschen angepasst und bewohnt neben alten Spechthöhlen und sonstigen Hohlräumen in Bäumen auch gerne Dachgauben oder Hohlräume an Gebäuden und Fassaden. Dabei haben Stare kein Revier wie andere Vogelarten, da sie gerne dort brüten, wo sich auch andere Paare in der Nähe finden und dann oft in kleinen Trupps auf Nahrungssuche gehen.
Am liebsten mögen sie Insekten und Würmer, sie fressen aber auch Früchte und Beeren. Man sieht sie deshalb gerne auf kurzen Wiesen und vor allem Weiden, wo sie am Boden oder sogar auf den Weidetieren nach Insekten und anderem Kleingetier suchen.
Bedroht ist der Star vor allem durch zu intensive Landwirtschaft, aber auch durch Wegfall von Brutstätten bei energetischen Sanierungen.
Weitere Infos zum Star finden Sie auch auf den entsprechenden Seiten des NABU zum  Vogel des Jahres: https://www.nabu.de/news/2017/10/23266.html