Der BLIESGAUHOCKER - Botschafter des Biosphärenreservat Bliesgau.

Aktuelles:

 Ausstellung "Have a Seat" .  

Das Künstlerhaus zeigt im Rahmen der Reihe "Angewandte Kunst" vom 14.07.2016 bis 11.09.2016 eine Ausstellung, die sich ausschließlich dem Sitzmöbel widmet. Der "BLIESGAU HOCKER - Botschafter einer Region" ist als Objekt der Konzeptkunst in Verbindung mit dem "Mobile Biosphärenreservat Bliesgau" Teil dieser Ausstellung und wird von der LAG unterstützt

 Die Ausstellung befindet sich im Saarländischen Künstlerhaus. Saarbrücken, Karlstrasse 1

Gedanken über die Wiederentdeckung der Lebenskunst im Biosphärenreservat Bliesgau und dem Bliesgau Hocker:

Konzept über Leben[s]Kunst

 hocher quad sehr Kleinmobile quad sehr klein

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Was steckt hinter dem BLIESGAUHOCKER?


Dem Biosphärenreservat Bliesgau fehlte bislang ein Produkt, das Nachhaltigkeit, Regionalität, Identität und eine soziale Komponente in sich vereint und diese für das Biospährenreservat Bliesgau wichtigen Eigenschaften in die Region trägt und bundesweit kommuniziert.

Mit dem BLIESGAUHOCKER wird nun ein Botschafter des Biospährenreservat Bliesgau produziert. Autor des Projektes und dessen konzeptioneller Umsetzung ist KunstSchäfer Rudolf Schwarz, der einen Prototyp des Hockers entwarf und bauen ließ. Die puristische Form ist durch die Funktion, die Konstruktion und die Botschaften, die dem Hocker innewohnen, begründet. Damit symbolisiert der BLIESGAUHOCKER als kulturelle Metapher Sesshaftigkeit, Standhaftigkeit und Einfachheit in seiner Komplexität. Gleichzeitig transponiert (nicht: transportiert!) er die mit den thematischen Schwerpunkten des Biosphärenreservat Bliesgau korrespondierenden Botschaften:

  • Nachhaltigkeit und Regionalität

Für den Bau des Hockers werden mindestens sieben Hölzer aus Streuobstwiesen oder FSC-zertifizierten Waldbäumen verwendet. Die Hölzer stammen zwingend aus dem Bliesgau und werden ohne jeglichen Energieaufwand luftgetrocknet. Der Erwerb eines BLIESGAUHOCKERs ist unabdingbar mit einer Forderung verbunden (frei nach Josef Beuys, 7.documenta 1982): Mit dem Kauf des BLIESGAUHOCKERs erwirbt der Käufer einen Hochstamm-Obstbaum, der auf einem vom Bliesgau-Obst e.V. bewirtschafteten Gelände gepflanzt wird.

  • Identität und Soziale Komponente

Die BLIESGAUHOCKER werden ausschließlich im CJD Homburg/Saar gGmbH Jugenddorf-Berufsbildungswerk produziert. Jeder Hocker ist ein Unikat und wird von dem Jugendlichen, der ihn gebaut hat, handsigniert. Die jungen Menschen mit Handicap im CJD Homburg/Saar identifizieren sich so mit dem Produkt und den verwendeten Materialien. Sie erfahren ein hohes Maß an Respekt, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Anerkennung, denn sie haben eine gute Arbeit geleistet.
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Bildautor: Jörg Huppert
Der BLIESGAUHOCKER hat eine Sitzhöhe von ca. 48cm, die Sitzfläche beträgt ca. 40 cm x 40 cm. Er ist ein Non-Profit-Produkt und wird zu einem Stückpreis von zur Zeit EUR 235,00 angeboten, inklusive des zu pflanzenden Hochstamm-Obstbaumes. Die Produktion des BLIESGAUHOCKERs ist abhängig vom Vorrat an luftgetrockneten Hölzern und der Fertigungskapazität der Jugendlichen, dadurch kommt es zwischen der Bestellung und der Auslieferung zu Wartezeiten. Der Käufer erhält ein Zertifikat, in der die grundlegenden Anforderungen sowie die besonderen Eigenschaften des BLIESGAUHOCKERs festgelegt und bestätigt werden. Der Käufer ist nun berechtigt und befähigt in der Öffentlichkeit für die Botschaften des BLIESGAUHOCKERs einzutreten.


Die Philosophie
Der BLIESGAUHOCKER ist ein Objekt der Konzeptkunst und die Erscheinung einer Evolution. Nach der Philosophie von Rudolf Schwarz kommt der HOCKER als Erscheinung aus der – Immanuel Kant – Sinnenwelt und hat sich von dieser Welt inspiriert und selbst erschaffen. Seine Authentizität dokumentiert das Zitat von Rudolf Steiner zur Bildenden Kunst: „Man soll keine Erscheinungen bilden, Erlebnisse sollen Erscheinungen werden“.


Die zehn Handlungsfelder der LAG
Der BLIESGAUHOCKER zeigt modellhaft Sichtweisen auf, die mit den Inhalten und den Zielen des von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservates Bliesgau korrespondieren. Aus diesen Zielen und Merkmalen hat die „Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG)“ zehn Handlungsfelder entwickelt, die für die LEADER-Region Biosphärenreservat Bliesgau relevant sind. Auf der operativen Ebene dienen diese zehn Handlungsfelder und ihre spezifischen Kriterien zur Bewertung der Förderung von Vorhaben in der LEADER-Region Biosphärenreservat Bliesgau:
Klimaschutz und Energie | Bildung für nachhaltige Entwicklung | Demografischer Wandel | Nachhaltiges Wirtschaften | Stadt-Land-Beziehung | Kulturlandschaft | Biologische Vielfalt | Grenzüberschreitende Zusammenarbeit | Kultur | Ethik

Für das Zusammenspiel dieser zehn bedeutsamen Themen untereinander steht als Sinnbild ein MOBILE. Der BLIESGAUHOCKER thematisiert alle zehn Handlungsfelder und bildet damit ein MOBILE der LEADER-Region Biosphärenreservat Bliesgau.

In einem Bescheid des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft vom 11. März 2011 wird aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (ELER) im Rahmen des Schwerpunktes 4 (LEADER) das Projekt „Bliesgauhocker – Botschafter einer Region“ durch fi¬nanzielle Zuwendungen gefördert. Projektträger ist der Saarpfalz-Kreis.

In einer Veranstaltung am 09.12.2010 im CJD Homburg/Saar wurde der BLIESGAUHOCKER von der saarländischen Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Frau Dr. Simone Peter, vor zahlreichen Gästen der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Die Umweltministerin erhielt gleichzeitig den ersten Hocker aus der Produktion. Sie begrüßte ausdrücklich die Idee, „ein Produkt aus der Natur zu nehmen und mit dem Einpflanzen eines neuen Hochstamm-Obstbaumes der Natur wieder etwas zu geben“.

Hintergrund LEADER
LEADER ist ein Programm der Europäischen Union, mit dessen Hilfe die Entwicklung ländlicher strukturschwacher Regionen gefördert wird. Der Name LEADER leitet sich ab aus den Anfangsbuchstaben der französischen Definition dieses Programms „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“. Konkret heißt das: LEADER fördert neuartige, innovative Projekte, die sicher stellen sollen, dass die Menschen aus den ländlichen Gebieten nicht in die Städte abwandern. Damit leistet LEADER einen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Bundesweit gibt es 244 LEADER-Regionen, davon drei im Saarland: das Biosphärenreservat Bliesgau, das Sankt Wendeler Land und der Warndt.
(Dieser Text wurde übernommen von der „Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume“ in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung / www.netzwerk-laendlicher-raum.de/)


Zur Person Rudolf Schwarz
Geboren 1935 in St. Ingbert, studierte nach einer Maurerlehre Architektur und arbeitete in der Schweiz und der BRD in verschiedenen Architekturbüros mit zahlreichen Wettbewerbsbeteiligungen und -erfolgen. 1973 begann Rudolf Schwarz mit der Schafzucht und erhielt 1989 die „Anerkennung Herdbuchzucht der Grauen Gehörnten Heidschnucke“. Als Quereinsteiger absolvierte er eine Schäferlehre und legte 1995 erfolgreich die Gesellenprüfung als Schäfer ab.
Rudolf Schwarz ist seit 1974 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und seit 1993 aktives Mitglied im Saarländischen Künstlerhaus. Als Biosphärenbeirat vertritt er seit 2004 in diesem Gremium die Interessen des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenhalter im Saarland e.V. und des BBK Landesverband Saar. Er lebt und arbeitet in Blieskastel/Ballweiler.

hocker an baum
Bildautor: Rudolf Schwarz


Kontakt BLIESGAUHOCKER

Projektkoordination:
KunstSchäfer
Rudolf Schwarz
Erfweilerstraße 6  
66440 Ballweiler  
T 06842.1693
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www.kunstschaefer.de

Im Internet: www.bliesgauhocker.de