Platz für Wildobst und Speierling

Am Donnerstag, den 09.11.2017, fanden sich zu früher Stunde einige Teilnehmer der Umweltwoche der Startbahn 25 in der Nähe des Friedhofs in Walsheim zusammen. Von dort aus machten sie sich auf, zu einer nahegelegenen Fläche des Saarforst Landesbetriebs. 

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Besagte Fläche war aber keine Waldfläche, sondern mit Wildobst und Speierling bestanden, unter denen sich aber riesige Weißdornbüsche und andere Gewächse breitmachten. Die Freiwilligen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu entfernen.

Trotz dem eher unangenehmen, trüben und regnerischen Wetter, machten sie sich sehr motiviert an die Arbeit. Mit Hilfe von Revierförster Matthias Beidek und einigen scharfen Gerätschaften ging es den Büschen an den Kragen. So stapelten sich binnen zwei Stunden immer höhere Dornenbuschberge gen Himmel. 

Zum Abschluss versammelten sich alle gemeinsam an der „Wanderrast“-Grillhütte in Walsheim, um sich an einem kleinen Feuer und einem Becher Tee wieder aufzuwärmen und sich mit einem kleinen Picknick mit regionalen Produkten, u.a. auch mit Käse vom Neukahlenberger Hof und Wurst von der Metzgerei Werth, zu stärken, bevor sie den Rückweg nach Saarlouis antraten.

Junge Biosphäre

Der offizielle Startschuss für das neue Jugend-Projekt „Junge Biosphäre“ ist gefallen. Das Kooperationsprojekt des Landesjugendrings Saar mit dem Biosphärenzweckverband Bliesgau, dem ökologischen Schullandheim Spohns Haus und dem Jugendamt des Saarpfalz-Kreises will in den nächsten drei Jahren Jugendliche aus der Region in die Entwicklung des Biosphärenreservates einbinden.  Junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren sollen erkennen, dass sie ihre Biosphäre Bliesgau mitgestalten können, dürfen und sollen.

Junge Biosphaere Logo RGB RZ ZW

Das Vorhaben "Junge Biosphäre" wurde im Rahmen des Förderprogramms LEADER mit 110.976 €, davon 75% Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und 25% Mittel des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, unterstützt.Das Vorhaben "Junge Biosphäre" wurde im Rahmen des Förderprogramms LEADER mit 110.976 €, davon 75% Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und 25% Mittel des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, unterstützt.

weitere Infos unter www.junge-biosphaere.de

Neue Projektanträge für die Junge Biosphäre

Schon einige Projektanträge von Jugendlichen sind bei der „Jungen Biosphäre“ eingegangen: Von der Ernte alter Streuobstwiesen bis zur Sanierung der alten Wasserpumpstation in Ommersheim. Jetzt ist auch die NAJU mit im Boot: Mit gleich zwei Anträgen will die Naturschutzjugend im Biosphärenreservat Bliesgau mitmischen. Neben einer „Grünen Juleica“, bei der zukünftige JugendleiterInnen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und Klimaschutz geschult werden sollen, will der NAJU auch bei der Müllsammelaktion „Trashbusters“ Plastik und Müll in lokalen Gewässern zu Leibe rücken.

„Junge Biosphäre“ unterwegs: regionale Betriebe hautnah erleben

Beim ersten gemeinsamen Ausflug wollten die Jugendlichen der Projektgruppe „Junge Biosphäre“ das Biosphärenreservat Bliesgau erkunden und kennenlernen. Und das Wetter hat perfekt mitgespielt! Nach einem Input über Ziele und das Rahmenkonzept der Biosphäre gab es direkte Einblicke ins „Handwerk“: In der Bäckerei-Konditorei Fetzer durften die ersten Biosphären-Pralinen und Schoko-Hasen bestaunt (und probiert) werden. Anschließend ging es zum Biolandhof Wack, deren Produkte aus nachhaltiger Erzeugung stammen. Neben den spannenden Infos rund um die Arbeit in den Betrieben hat vor allem die Motivation, auf Nachhaltigkeit zu setzen, die Jugendlichen schwer beeindruckt.

jb

Raus aus dem Weihnachtsvorbereitungsstreß, rein in die Natur

Das dachten sich auch die knapp 15 Freiwilligen, die noch am Samstag vor dem vierten Advent mithalfen eine kleine Waldwiese bei St. Ingbert von umgefallenen Bäumen und Neophyten zu befreien.
Vom Treffpunkt am Parkplatz vom Waldfriedhof ging es erst in einer kleinen Karawane bepackt mit Spaten, Astschere und allem, was man sonst noch so braucht unter Führung von Herbert Klär von der lokalen NABU-Ortsgruppe circa 10 Minuten zu Fuß los, bis die Helfer schließlich am Ort des Geschehens eintrafen. Dort hatten zwei weitere NABU-Aktive (Erwin Andres und Helmut Graf) schon Tisch und Bänke und ein Dreibein mit Topf zum wärmen des alkoholfreien Punsches vorbereitet.

vor Weihnachten
Franz-Josef Weicherding vom NABU St. Ingbert erklärte fachlich fundiert, warum der Erhalt solcher Wiesen gerade im sehr waldreichen St. Ingbert von besonderer Bedeutung ist. Um sie auch weiterhin zu erhalten, muss die kleine Wiese regelmäßig gepflegt werden. Seit einigen Jahren helfen dabei vor dem Einsatz immer ein paar Schafe, die die Wiese soweit herunter fressen, dass die Freiwilligen sich gut bewegen können. Gegen die herunterfallenden Äste und umstürzenden Bäume am Rand der Wiese sind die Schafe allerdings machtlos. Dafür benötigt es die Hilfe der Freiwilligen.
Helmut Graf vom NABU St. Ingbert machte mit der Motorsäge mit den großen Stücken der am Boden liegenden Bäume kurzen Prozess. In der Zeit widmete sich ein Teil der Freiwilligen der Kanadischen Goldrute (einem invasiven Neophyten) der sich im feuchten Boden ganz gut mit der Wurzel ausrupfen ließ, während ein anderer Teil schon mal anfing, einzelne Äste an den Rand der Wiese zu schaffen. Nach dem Rupfen half auch der Rest das Totholz abzutransportieren. Mit den dicken Stämmen wurden außerdem noch zwei weitere Totholzhaufen als Platz zum Sonnen für z.B. die Waldeidechse angelegt.
Zur Belohnung gab es wie immer ein Picknick mit regionalen Produkten und diesmal sogar einen alkoholfreien Punsch und nachdem alle Kinder langsam heim wollten, noch etwas Glühwein für die Erwachsenen.

Pflegeeinsatz im Biosphärenreservat Bliesgau

Am Donnerstag, den 2. Februar 2017, fand ein FÖJ-Aktionstag im Biosphärenreservat Bliesgau statt. 18 Helfer, darunter 15 FöJler aus den unterschiedlichsten Institutionen, Michael Keßler von der Naturwacht Saarland, Umweltpädagoge und pädagogischer Leiter des FÖJ Günther von Bünau sowie Stefanie Lagaly vom Biosphärenzweckverband Bliesgau, fanden sich dabei zusammen, um alte Streuobstbestände von dichten Büschen und Sträuchern zu befreien.

Bereits um 9 Uhr in der Früh versammelten sich alle Freiwilligen am vereinbarten Treffpunkt zwischen Bebelsheim und Wittersheim, um von dort aus in Fahrgemeinschaften zum Haus Lochfeld zu fahren. Dort angekommen, gab es zunächst eine kurze Vorstellungsrunde und einen informativen Einführungsvortrag bezüglich der bevorstehenden Arbeit. Im Anschluss wurden Astscheren, Heurechen, Mistgabeln sowie kleine Handsägen ausgeteilt und unter der Anleitung von Michael Keßler die alten Obstbaumbestände durch gezielte Schnittmaßnahmen von dem wuchernden Strauchwerk freigestellt. Durch diese Maßnahme soll ihrer Verwahrlosung und einhergehend damit der verringerten Wuchsleistung sowie dem schwächeren Fruchtansatz entgegengewirkt werden. Das Schnittgut wurde seitlich zwischen dicht wachsenden Bäumen in Haufen geschichtet. Gegen Mittag gab es zur Stärkung dann eine gemeinsame Brotzeit mit regionalen Produkten, wie Baguette, Käse, Wurst, Kuchen und Apfelsaft. Danach ging es in die zweite Runde, bevor alle Helfer schließlich gegen 15 Uhr stolz auf ihr vollbrachtes Werk blicken und nach getaner Arbeit ihren wohlverdienten Feierabend genießen konnten.

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Bildautor: Günther von Bünau

Weihnachtsdekoration selbst besorgen und dabei noch Gutes tun

Am 26.11.16, also zum ersten Adventswochenende, trafen sich Walter Rundstadler von Bliesgau Obst e.V. und Anita Naumann vom Biosphärenzweckverband Bliesgau mit Freiwilligen bei Reinheim, die gekommen waren um von Misteln fast schon überwucherte Obstbäume von ihrer Last zu befreien.

Misteln
Die Freiwilligen mit den geernteten Misteln (Foto: Thomas Neu) und beim Ernten.

Die Mistel steht, entgegen der landläufigen Meinung, nicht unter Naturschutz, allerdings darf sie für gewerbliche Zwecke nur mit behördlicher Genehmigung gesammelt werden. Außerdem dürfen die Bäume bei der Entnahme der Misteln natürlich nicht geschädigt werden. Dafür war mit Walter Rundstadler von Bliesgau Obst ein Fachmann für den fachgerechten Schnitt von Obstbäumen direkt vor Ort.
Er erklärte den Freiwilligen auch das Leben der Mistel als Halbschmarotzer, die ihren Wirtsbäumen Wasser und im Wasser gelöste Nährstoffe entzieht. Besonders für die Mistel ist auch, dass sie zu den zweihäusigen Pflanzen gehört, dass es also männliche und weibliche Pflanzen gibt.
Geringe Mistelvorkommen in einem Baum, schädigen den Baum nicht dauerhaft, aber starker Befall kann zu verringerten Wuchsleistungen und einem schwächeren Fruchtansatz führen, was auf den genutzten Streuobstwiesen natürlich nicht gewünscht ist, denn das Obst soll zu Bliesgau-Apfelsaft oder Likören und Schnäpsen verarbeitet werden.
So gingen die Freiwilligen voller Tatendrang ans Werk und durften sich als Belohnung für ihre Mühen die Misteln nicht nur für sich, sondern auch noch für Freunde und Familien mit nach Hause nehmen.
Und Küsse unterm Mistelzweig zu verteilen, macht doch viel mehr Spaß, wenn man die Misteln dabei noch selbst „geerntet“ hat, oder?