Raus aus dem Weihnachtsvorbereitungsstreß, rein in die Natur

Das dachten sich auch die knapp 15 Freiwilligen, die noch am Samstag vor dem vierten Advent mithalfen eine kleine Waldwiese bei St. Ingbert von umgefallenen Bäumen und Neophyten zu befreien.
Vom Treffpunkt am Parkplatz vom Waldfriedhof ging es erst in einer kleinen Karawane bepackt mit Spaten, Astschere und allem, was man sonst noch so braucht unter Führung von Herbert Klär von der lokalen NABU-Ortsgruppe circa 10 Minuten zu Fuß los, bis die Helfer schließlich am Ort des Geschehens eintrafen. Dort hatten zwei weitere NABU-Aktive (Erwin Andres und Helmut Graf) schon Tisch und Bänke und ein Dreibein mit Topf zum wärmen des alkoholfreien Punsches vorbereitet.

vor Weihnachten
Franz-Josef Weicherding vom NABU St. Ingbert erklärte fachlich fundiert, warum der Erhalt solcher Wiesen gerade im sehr waldreichen St. Ingbert von besonderer Bedeutung ist. Um sie auch weiterhin zu erhalten, muss die kleine Wiese regelmäßig gepflegt werden. Seit einigen Jahren helfen dabei vor dem Einsatz immer ein paar Schafe, die die Wiese soweit herunter fressen, dass die Freiwilligen sich gut bewegen können. Gegen die herunterfallenden Äste und umstürzenden Bäume am Rand der Wiese sind die Schafe allerdings machtlos. Dafür benötigt es die Hilfe der Freiwilligen.
Helmut Graf vom NABU St. Ingbert machte mit der Motorsäge mit den großen Stücken der am Boden liegenden Bäume kurzen Prozess. In der Zeit widmete sich ein Teil der Freiwilligen der Kanadischen Goldrute (einem invasiven Neophyten) der sich im feuchten Boden ganz gut mit der Wurzel ausrupfen ließ, während ein anderer Teil schon mal anfing, einzelne Äste an den Rand der Wiese zu schaffen. Nach dem Rupfen half auch der Rest das Totholz abzutransportieren. Mit den dicken Stämmen wurden außerdem noch zwei weitere Totholzhaufen als Platz zum Sonnen für z.B. die Waldeidechse angelegt.
Zur Belohnung gab es wie immer ein Picknick mit regionalen Produkten und diesmal sogar einen alkoholfreien Punsch und nachdem alle Kinder langsam heim wollten, noch etwas Glühwein für die Erwachsenen.