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Titelseite des Flyers Wildwochen

Köche aus der Biosphäre laden ein zur Wildwoche

Nachdem es in den letzten Jahren leider keine Wildwochen im Biosphärenreservat Bliesgau gab, haben sich in diesem Jahr fünf Restaurants entschlossen, diese Tradition wieder neu zu beleben:

Vom 20. November bis 6. Dezember 2009 finden die Wildwochen 2009 in der Biosphäre Bliesgau statt. Die Küchenchefs servieren Ihren Gästen Wild, zubereitet nach Ihren Lieblingsrezepten. Das Wild stammt aus den heimischen Wäldern, erlegt von Jägern, die seit langer Zeit vertrauensvoll mit den Gastronomen zusammenarbeiten.

Biosphärenreservate sorgen für ein ausgeglichenes Verhältnis von menschlicher Nutzung und natürlichen Kreisläufen und tragen damit zur regionalen Wertschöpfung bei. Der Biosphärenzweckverband Bliesgau unterstützt deshalb die Wildwochen in der Biosphäre Bliesgau.  

Zarter Rehbraten, Wildschwein in tollen Zubereitungen, Duft von Kastanien und Apfelrotkohl – es ist Wildsaison im Bliesgau. In diesem Jahr kommen Feinschmecker und Freunde der authentischen Wildküche voll auf ihre Kosten. Andreas Quirin, der die Idee zu dieser gemeinsamen Aktion hatte: "Es gibt eine Reihe guter Restaurants, die einen direkten Kontakt zu den Jagdpächtern in ihrer Region haben. Was liegt näher, als in der besten Wildsaison zu zeigen, was die heimischen Reviere an schmackhaftem Fleisch hergeben." 

Folgende Restaurants sind mit von der Partie: 

Das Hotel Bliesbrück in Herbitzheim: Dort bereitet Küchenchef Christian Dzedzinski beispielsweise zarten Rehbraten aus dem Bliesgau zu, begleitet von Apfelrotkraut und Schneebällchen. 

Der Hubertushof Born in Niederwürzbach: Ralf Erbelding und Alexander Born kochen während der Wildwoche u. a. Wildschweinsauerbraten mit Äpfeln und Karamel-Kastanien. 

Die Jungholzhütte im Wald über Bebelsheim bereitet Wildschweinbraten, Wildschweinleberknödel und Salsiccia – eine hausgemachte gebratene Wurst aus Wildschein. 

Im Restaurant Quirin in Gersheim kocht Andreas Quirin Rücken vom Bliesgau-Reh in Brotkruste, begleitet von Haselnussspätzle und einem Wirsingsäckchen. 

Im Restaurant zum Pferchtal in Lautzkirchen kocht Marcel Wack Rehmedaillons mit Speckpfifferlingen und Portweinsauce, begleitet von Serviettenknödeln. Dort gibt es weiterhin ein klassisches Rehragout mit Haselnussspätzle. 

Spontan übernahm der Biosphärenzweckverband die "Patenschaft" über die Gemeinschaftsaktion der Bliesgau-Restaurants. Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphären-Zweckverbandes: "Biosphäre erleben – das ist eine Sache für alle Sinne. Dass die Restaurants im Bliesgau diesem Erleben einer ganz besonderen Region eine überaus schmackhafte Komponente geben, tut der Biosphäre gut. Ebenso die Beteiligung der Jäger, die seit Jahren mit diesen Gastronomen gut zusammenwirken. Das ist gelebte Biosphäre."

Die beteiligten Restaurants stehen seit langer Zeit in engem Kontakt untereinander und pflegen die direkte Zusammenarbeit mit den Jägern aus den benachbarten Revieren. So kommt gesundes Fleisch ohne Umwege in die Restaurantküchen. Die Jäger wiederum erfahren durch die Biosphären-Wildwochen Anerkennung für ihren Einsatz für den Schutz intakter Lebensräume. Sie können Wild auf direktem Weg vermarkten, die Wertschöpfung bleibt in der Region der Restaurantgast profitiert von Frische und Qualität.

"Mehr Bio geht nicht" – so formuliert Peter Gaschott von der Jungholzhütte. "Wild wächst natürlich auf, ernährt sich artgerecht von dem, was die reiche Natur des Bliesgaues zu bieten hat, und kommt dann ohne Umwege auf den Tisch. Und dass die Jagd dafür sorgt, dass das Fehlen natürlicher Feinde nicht zu unbeherrschbarer Überpopulation zum Beispiel bei Wildschweinen führt, ist unverzichtbar für unseren Lebensraum."

 

Weitere Informationen:
Peter Gaschott, Tel. 0176 4003 4086


>> Den Flyer mit Hinweisen zu den Restaurants und ihren Wildgerichten als PDF-Datei herunterladen