Schmetterling des Jahres 2022 – Der Kaisermantel

Der diesjährige Schmetterling des Jahres - der Kaisermantel - gehört zu den Perlmuttfaltern, diese weisen meist auf der Unterseite perlmuttfarbene Flecken oder Streifen auf.

kaisermantel
Dem Weibchen des Kaisermantels (links) fehlen auf der Oberseite die Duftschuppenstreifen. Unterseits (rechts) kann man Männchen und Weibchen nicht unterscheiden.

Im Saarland kann man den Kaisermantel meistens ab Juni als Falter treffen. Die Flugzeit kann dann bis Anfang September reichen. Finden kann man ihn meistens an Waldrändern, auf Waldlichtungen oder lichten und damit hellen Waldwegen. Die Raupen fressen nämlich gerne an Veilchen.
Allerdings legt das Weibchen seine Eier nicht direkt an Veilchen ab, sondern meistens an der Rinde von Bäumen. Die Raupen schlüpfen noch im Spätsommer, überwintern aber noch am Baum und machen sich dann erst im Frühjahr auf die Suche nach ihren Nahrungspflanzen.
Die Art gilt sowohl deutschlandweit als auch im Saarland als ungefährdet.
Wie kann man die Falter aber erkennen?
Die Oberseite der Perlmuttfalter allgemein ist meist orange mit bräunlichen Flecken und Mustern. Zur Unterscheidung einiger Arten ist auch ein Blick auf die Unterseite hilfreich.Der Kaisermantel ist unser größter heimischer Perlmuttfalter und hat knapp 6 cm Flügelspannweite.
Beim Kaisermantel lassen sich bei genauerem Hinsehen Männchen und Weibchen recht gut unterscheiden, denn die Männchen sind oft strahlender orange gefärbt und haben auf den Vorderflügeln breite Striche, die „Duftschuppenstreifen“ genannt werden. Die Weibchen haben diese nicht und sind oft etwas grünlicher oder gedeckter gefärbt.
Auf der Unterseite der Hinterflügel haben beide ein silbrig-schimmerndes Band auf grünlichem Untergrund.
Zur Flugzeit findet man ihn oft saugend an Wasserdost, Brombeerblüten, Disteln und Flockenblumen, die am Waldrand oder Waldwegen wachsen. Er lässt sich auch im Bliesgau in diesen Lebensräumen oft entdecken.

Die Vierblättrige Einbeere – Blume des Jahres 2022

Seit 1980 macht die Loki-Schmidt-Stiftung durch die Wahl zur „Blume des Jahres“ aufmerksam auf besondere oder gefährdete Pflanzenarten.
Im Jahr 2022 darf die Vierblättrige Einbeere (oder kurz Einbeere) diesen Titel tragen. Sie ist auch in den Wäldern des Bliesgaus zu finden.

einbeere

Die Einbeere lässt sich auch von Laien recht leicht erkennen. Sie hat, wie ihr Name „Vierblättrig“ (= quadrifolia) schon sagt, überwiegend vier ganzrandige Blätter (Exemplare mit 3, 5 oder 6 Blättern können aber auch vorkommen), die in einem Quirl an einem ansonsten kahlen Stil wachsen. Am Ende dieses Stils in 10 bis 40 cm Höhe erscheint dann die einzelne Blüte, die sich später zu einer einzelnen Beere (auch hier passt der Name wieder) entwickelt.

Da nur eine Beere mit mehreren Samen im Inneren gebildet wird, erfolgt die Verbreitung hauptsächlich über Rhizome.
Die Blüte (meistens im Mai) ist eher unauffällig mit den grünen Blütenblättern. Die gelben Staubfäden sind aber in Kombination mit dem lila-schwarzen Fruchtknoten gut zu erkennen. Aus diesem wächst dann die blauschwarze Beere, die im Juli bis September reif wird.

Für den Menschen sind alle Teile der Pflanze giftig. Im Mittelalter wurde sie jedoch teilweise als Mittel gegen Läuse, Augenarznei und bei Pestbeulen eingesetzt.

In einigen Bundesländern steht die Einbeere schon auf der Roten Liste, im Saarland gilt sie aber nach wie vor als ungefährdet und mäßig häufig. Sie kommt hier vor allem in feuchten, naturnahen Wäldern vor, meidet aber eher sandige Böden.

Wer mehr über die Art wissen möchte, findet bei der Loki-Schmidt-Stiftung passendes Infomaterial zur Einbeere:

Auch spät im Jahr kann man noch besondere Arten finden: Der Fransenenzian!

Es gibt nicht viele Arten in unserer Region, die im Spätsommer oder frühen Herbst ihre Hauptblütezeit haben.
Zu den Arten, die man tatsächlich erst spät im Jahr finden kann, gehört der Gewöhnliche Fransenenzian.Da Stängel und Blätter relativ unscheinbar sind, entdeckt man die Art auch fast nur während der Blütezeit.

Fransenenzian

Wenn man professionell oder als Hobby floristische Kartierungen macht (also Daten über das Vorkommen von Pflanzenarten sammelt) sind normalerweise Mai und Juni gute Monate um die meisten Arten zu erfassen.
Da der Fransenenzian aber zu den Arten gehört, die in dieser Zeit nicht blühen, lohnt es sich für Botaniker potenzielle Standorte auch im Herbst noch einmal aufzusuchen.
Im September und Oktober kann man bei uns am besten nach der Art Ausschau halten. Denn dann sind ihre blauen Blüten (manchmal mit leicht violettem Einschlag) in den ansonsten nicht mehr ganz so blütenreichen Halbtrockenrasen gut zu finden.
Die Pflanzen werden normalerweise zwar nicht höher als 30 cm, aber die 2,5-5 cm großen Blüten mit den vier Blütenblättern, die am Rand etwas gefranst sind, sind trotzdem sehr gut zu finden.
Deutschlandweit wird die Art in der Vorwarnliste geführt und hat sich damit zur vorherigen Einstufung in der Roten Liste verbessert. In der Roten Liste des Saarlandes blieb die Einstufung aber gleich. Hier wurde sie als „gefährdet“ bewertet, denn sowohl lang- als auch kurzfristig war eine Abnahme zu verzeichnen.
In Deutschland kommt die Art im Norden gar nicht vor. Im Saarland ist die Verbreitungskarte für die Art zweigeteilt: Vorkommen liegen in der Richtung von Merzig und Mettlach und im Bliesgau.
Sie bevorzugt kalkreiche Böden und findet sich daher vor allem auf den Halbtrockenrasen im südlichen Bliesgau.
Beobachten kann man die Art u.a. entlang des Orchideenpfads in Gersheim.

Pilzarten im Bliesgau

Hier stellen wir nach und nach Pilzarten vor, die im Bliesgau vorkommen:

Der Fliegenpilz - Pilz des Jahres 2022

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Der Fliegenpilz – Pilz des Jahres 2022

Jetzt zum Ende des Jahres stehen schon viele der „Jahreswesen 2022“ (zum Beispiel Vogel des Jahres: Wiedehopf, Blume des Jahres: Einbeere) fest und auch der Pilz des Jahres wurde schon von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie verkündet: 2022 ist es der wahrscheinlich bekannteste Giftpilz überhaupt – nämlich der Fliegenpilz (Amanita muscaria).

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Fliegenpilze in unterschiedlichen Stadien (Bildautoren: links Pia Schramm, rechts Anita Naumann)

Er ist aufgrund des markanten Aussehens seines Fruchtkörpers mit seinem roten Hut, der mit weißen Tupfen versehen ist, einer der wenigen Pilze, den die meisten Menschen in unseren Breiten problemlos benennen können.
Landläufig wird als „Pilz“ oft nur der Fruchtkörper bezeichnet, dabei bleibt ein großer Teil des eigentlichen Pilzes unsichtbar, denn er befindet sich unter der Erdoberfläche.
Beim Fliegenpilz jedenfalls findet man den Fruchtkörper meistens in der Zeit von Juli bis Oktober. Er wird bis zu 20 cm hoch, hat weiße Lamellen und auch der Stiel ist weiß.
Finden kann man ihn meistens unter Fichten oder Birken auf sauren Böden.
Sowohl im Saarland als auch deutschlandweit gilt der Fliegenpilz als sehr häufig und daher ungefährdet.
Heute findet man ihn oft als Glückssymbol, ähnlich wie Hufeisen und Kleeblatt. In einigen Kulturkreisen, vor allem in Sibirien, wurde der Fliegenpilz auch als Rauschmittel verwendet. Davon ist jedoch unbedingt abzuraten, da bei einer Vergiftung mit Fliegenpilzen unter anderem Symptome wie Verwirrung, Sprachstörungen, Störung des Zeitgefühls und Krämpfe auftreten können.

Das Rotkehlchen – Vogel des Jahres 2021

Es gibt kaum jemanden in unseren Breiten, der den Vogel des Jahre 2021 nicht kennt, bzw. ihn nicht sogar mit seinem Namen „ansprechen“ könnte. Immerhin gehört er zu den häufigsten Brutvögeln in Deutschland und bei ihm ist der Name Programm: Das Rotkehlchen erkennt man sehr leicht an seiner namensgebenden Kehle und Brust (auch wenn die Färbung eher ins Orange geht).

rotkehlchen

Der Bauch ist grau und der Rücken braun. Das Rotkehlchen sitzt oft etwas aufgeplustert und wirkt dadurch sehr rundlich. Es wiegt aber meistens nicht mal 20 Gramm (zwischen 15-18 Gramm im Durchschnitt). Männchen und Weibchen lassen sich anhand des Gefieders nicht unterscheiden.

Es bewohnt neben Wäldern auch oft Parks und Gärten und ist daher im Winter auch ein häufiger Gast am Futterhäuschen. Neben den Körnern und dem Fettfutter im Winter frisst es aber vor allem tierische Nahrung wie kleine Insekten, Spinnen oder Schnecken. Im Herbst nimmt es auch gerne Beeren z.B. vom Pfaffenhütchen oder Hartriegel.

Bei den Rotkehlchen singen auch die Weibchen, allerdings leiser und kürzer als die Männchen. Der Gesang wird meistens von einer etwas höheren Singwarte aus und verstärkt in der Dämmerung vorgetragen.

Das Rotkehlchen brütet oft zweimal im Jahr. Die erste Eiablage erfolgt meistens im April, es werden durchschnittlich sechs Eier gelegt. Die Brutdauer beträgt ca. 14 Tage. Auch die Zeit im Nest dauert ungefähr so lang. Danach werden die Jungvögel noch eine Weile außerhalb des Nests gefüttert, bis sie endgültig selbständig sind. Das zweite Brutgeschäft startet dann üblicherweise im Juni oder Juli.

Meistens werden Bodennester im Gras, in Erdlöchern, an Baumwurzeln etc. angelegt, aber auch niedrig hängende Halbhöhlennistkästen werden genutzt. Deshalb hier nochmal der Hinweis, dass Sie bei Ihren Spaziergängen und Wanderungen auf den Wegen bleiben müssen. um in diesem konkreten Fall die Bodenbrüter nicht zu stören oder gar die Eigelege zu zertreten. 

Das Rotkehlchen ist sowohl in Deutschland als auch im Saarland ungefährdet und daher auch im Bliesgau überall häufig zu finden.

Flauschig, aber nicht zum kuscheln geeignet

Immer wieder kommt es vor, dass uns beim Spazieren gehen oder bei der Gartenarbeit eine Raupe über den Weg krabbelt und man sich fragt, was aus ihr wohl mal werden wird.Das passiert natürlich vor allem bei den großen, auffälligen und auch häufigen Raupen. Zu diesen gehört die Raupe des Brombeerspinners.Brombeerspinner
Die großen, auffälligen Raupen des Brombeerspinners findet man häufig im Herbst. Mit dem Anfassen sollte man aber vorsichtig sein. Manche Menschen reagieren mit allergischen Reaktionen auf den Kontakt mit den Haaren. Die Eier werden meistens um Pflanzenstängel herum gelegt.

Den Brombeerspinner an sich werden viele gar nicht kennen, obwohl einem im Frühjahr und Herbst vielleicht schon seine großen Raupen (sie werden bis 8 cm lang) mit langen braunen und schwarzen Haaren aufgefallen sind.
Der Brombeerspinner (Macrothylacia rubi) gehört zu den Nachtfaltern und dort in die Familie der Glucken. Die Falter können eine Spannweite von fast 7 cm erreichen und sind braun. Die Männchen dabei eher rotbraun, die Weibchen eher graubraun und deutlich größer als die Männchen. Die Weibchen haben schmale, fadenförmige Fühler, bei den Männchen sind sie (wie häufig bei Nachtfaltern) gekämmt.
Die Raupen sind anfangs schwarz mit auffälligen gelb-orangefarbenen Streifen. Erst im Lauf ihrer Entwicklung werden sie immer mehr braun und auch „flauschiger“.
Ihr flauschiges Aussehen sollte aber nicht zum unbedachten Anfassen verleiten, denn manche Menschen reagieren auf den Kontakt mit den Haaren der Raupe mit Schwellungen und Rötungen. Die Art verursacht aber normalerweise keine solch starken Symptome wie der berüchtigte Eichenprozessionsspinner. Manche Menschen reagieren auch gar nicht.
Die Raupen findet man meistens im Herbst, wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Überwinterungsmöglichkeit sind. Auch im Frühjahr kann man ihnen noch begegnen, wenn sie nach der Überwinterung einen Platz zum Verpuppen suchen.
Beim Fressen sind die Raupen nicht besonders wählerisch. Unter anderem mögen sie Himbeere und Brombeere. Darauf deutet der wissenschaftliche Artname Macrothylacia rubi schon hin, denn Rubus ist die Pflanzengattung zu der Himbeere und Brombeere gehören. Aber sie fressen auch Schlehe, Wiesenknopf und Spitzwegerich und weitere Arten.
Die Falter fliegen etwa von Mai bis Juli. Die Weibchen sitzen dabei tagsüber meistens in der Vegetation und locken die Männchen mit Hilfe von Pheromonen an. Die Eier werden meist um Pflanzenstängel herum gelegt.
Finden kann man die Tiere in unterschiedlichen Lebensräumen. Oft auf mageren Wiesen wie den Halbtrockenrasen des Bliesgaus. Sie leben aber auch in Mooren, Heiden, auf Brachflächen, an Böschungen und Waldrändern.
Die Art ist in Europa weit verbreitet und wird in der Roten Liste des Saarlandes als ungefährdet und häufig geführt.

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Wie oben beschrieben sind die Weibchen (links) eher grau-braun während die Männchen (rechts) eher rötlich-braun gefärbt sind.

Der Frühling hält Einzug – Das Gelbe Windröschen – ein Frühblüher im Bliesgau

Viele Wälder im Saarland sind reich an Frühblühern. Die bekanntesten Arten sind hier mit Sicherheit der Bärlauch und das Buschwindröschen.
Im Bliesgau kann man auch das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) finden, es ist im Vergleich zum Buschwindröschen sehr viel seltener.

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Gelbes Windröschen alleine und in Gesellschaft mit Lerchensporn wie man es z.B. entlang des Radweges zwischen Gersheim und Reinheim findet.

Die aktuelle Rote Liste des Saarlandes führt es jedoch als ungefährdet auf, da seine Bestände sich über die Jahre hinweg nicht stark verändert haben. 
Das Gelbe Windröschen lässt sich, ebenfalls im zeitigen Frühjahr, z.B. entlang des Radweges zwischen Gersheim und Reinheim bewundern, wo es zusammen mit Lerchensporn und Blaustern blüht und so wunderschöne bunte Teppiche bildet.
Die frühe Blüte und auch das Verschwinden der oberirdischen Pflanzenteile im Frühsommer ist eine Anpassung der sogenannten Frühjahrsgeophyten an den Jahreslauf in unseren Laubwäldern. Als Geophyten werden Pflanzen bezeichnet, die ungünstige Zeiten (z.B. Trockenperioden oder eben den Winter) mithilfe unterirdischer Speicherorgane überdauern.
Die Frühjahrsgeophyten blühen bevor unsere Laubwälder ihr Laub voll ausgebildet haben, wenn also noch viel Licht an den Boden kommt. Wenn im Frühsommer der Waldboden durch die Bäume stark verdunkelt wird, sind diese Pflanzen schon mit Blüte und Samenbildung durch. Ihre Blätter vergehen und von einigen ist fast keine Spur mehr zu sehen, bis sie uns im nächsten Frühjahr wieder erfreuen und den Frühling einläuten. Ihre Überdauerungsorgane (also beispielsweise Zwiebeln, Knollen und Wurzelstöcke) liegen versteckt im Boden und aus ihnen treiben dann im Frühjahr Blüte und Blätter aus. 
Die dreiteilig eingeschnittenen Blätter des Gelben Windröschens ähneln denen des Buschwindröschens. Während das Buschwindröschen pro Pflanze meist nur eine weiße Blüte bildet, hat das Gelbe Windröschen meistens zwei gelbe Blüten pro Pflanze.
Die ökologischen Ansprüche des Gelben Windröschens sind im Vergleich zum Buschwindröschen spezieller, deshalb ist es die seltenere Art.

Die Europäische Stechpalme – Baum des Jahres 2021


Den Baum des Jahres 2021, der kürzlich gewählt wurde, findet man im Bliesgau vor allem in den Wäldern rund um St. Ingbert. Allerdings meist nur in Form kleinerer Sträucher.
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Im angelsächsischen Sprachraum wird er gerade um die Weihnachtszeit oft als Deko verwendet und auch bei uns sieht man ihn in den letzten Jahren vermehrt in Kränzen und Gestecken.
Weil die Art aber in Deutschland unter die Bundesartenschutzverordnung fällt, darf man die wilden Exemplare in unseren Wäldern nicht zu diesem Zweck nutzen. Für manch einen ist die Stechpalme aber eine dekorative Gartenpflanze und aus seinem eigenen Garten kann man sich dann um die Weihnachtszeit ein paar schöne Zweige für das Wohnzimmer schneiden.
Die Europäsiche Stechpalme ist ein immergrüner Strauch oder Baum und in Mitteleuropa die einzige Art ihrer Gattung.Die Blätter sind relativ dick und ledrig und im unteren Bereich der Bäume sehr stachelig. Im oberen Bereich haben die Blätter immer weniger Stacheln.
Die Früchte sind leuchtend rot und werden ab Oktober reif.
Wegen dem Kontrast der leuchtend roten Früchte und dunkelgrünen Blätter ist die Art als Weihnachtsschmuck so beliebt.
Die Blätter und Früchte sind für den Menschen giftig, die Früchte werden aber von einigen Vögeln im Winter gern gefressen. Wer eine beerentragende Stechpalme im Garten hat, kann vielleicht im Winter öfter z.B. Amseln beim Naschen der Früchte beobachten.
Im Saarland kam die Europäische Stechpalme vor allem im Hochwald und im Saarbrücken-Kirkeler Wald vor. Durch den Klimawandel nimmt sie aber in den letzten Jahren stark zu. Auch durch Gärten und Gartenabfälle verbreitet sie sich.
Da sie aber kalkmeidend ist, kommt sie vor allem in den nördlichen Gemeinden des Bliesgaus vor.In der erst in diesem Jahr veröffentlichten neuen Roten Liste des Saarlandes wird sie als ungefährdet und mäßig häufig bewertet. Der kurzfristige Bestandstrend zeigt eine deutliche Zunahme.
Die Strauchform im Wald ist sehr schattentolerant. Das Holz wurde früher vor allem für Intarsien verwendet.
Funfact: Harry Potters Zauberstab ist ebenfalls aus Stechpalmenholz gefertigt.

Reptil des Jahres 2020 - Zauneidechse


Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) wählt jedes Jahr entweder ein Reptil oder eine Amphibie des Jahres. 2020 ist wieder ein Reptil an der Reihe und das Rennen gemacht hat die Zauneidechse (Lacerta agilis).

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Das Männchen der Zauneidechse (links) ist gut an den grünen Flanken zu erkennen. Das Weibchen (rechts) ist deutlich unscheinbarer.

Zauneidechsen können Gesamtlängen von ca. 20 cm erreichen. Sie gehören zu den echten Eidechsen und sind von Mittel- und Osteuropa bis nach Vorderasien verbreitet. Sie fressen vor allem Insekten, aber auch Spinnen und Regenwürmer. Bei Gefahr, die ihnen z.B. durch größere Vögel, aber auch Füchse, Marder und streunende Katzen droht, können sie an mehreren Sollbruchstellen ihren Schwanz abwerfen, dieser wächst dann kürzer und schmaler wieder nach.
Die Männchen der Zauneidechsen kann man gut an ihrer grüngefärbten Flanke erkennen. Die Grundfarbe beider Geschlechter ist braun.
Die Zauneidechse wirkt im Vergleich zu anderen Eidechsen recht stämmig mit relativ kurzen Beinen.
Zauneidechsen nutzen als Lebensräume gerne strukturreiche Flächen mit Saum- und Übergangsbereichen wie Waldränder, strukturreiche Offenlandbereiche, Biotope entlang von Straßen, Steinbrüche, Gärten und Friedhöfe.
Die ersten Männchen kann man oft schon im März beobachten, wo sie sich dann in der Sonne wärmen. Die Weibchen erscheinen etwas später und ab Ende April beginnt meistens die Paarungszeit.
Die Weibchen graben an sandigen Stellen Löcher und legen 5-14 Eier ab, die Dauer bis zum Schlupf der Jungen ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Die ersten geschlüpften Jungtiere können aber manchmal schon Ende Juli beobachtet werden.Im August können sich schon die ersten Zauneidechsen für die Winterruhe zurückziehen. Es bleiben aber auch viele noch bis in den September aktiv.
Auf der letzten Roten Liste Deutschlands wurde die Art noch auf der Vorwarnliste geführt, im Saarland als „gefährdet“. Die Zauneidechse gehört zu den FFH-Arten, ist also in der ganzen EU streng geschützt und auch ihre Lebensräume dürfen nicht zerstört werden.
Zu ihrem Schutz ist der Erhalt und die Vernetzung ihrer Lebensräume wichtig. Das mosaikartige Ineinandergreifen verschiedener Biotope sichert ihr Überleben.
In der Broschüre zum Reptil des Jahres finden Sie auch Tipps, wie man einen Garten möglichst „zauneidechsenfreundlich“ gestalten kann.
Weitere Informationen zum Reptil des Jahres finden Sie auf der Seite der DGHT und im dazugehörigen Flyer.

Schmetterling des Jahres 2020 – Der Grüne Zipfelfalter


Ein grüner Schmetterling? Wer hat so etwas bei uns schon einmal (abgesehen von tropischen Arten in den Schmetterlingshäusern) gesehen?Aber es gibt ihn auch bei uns zu finden. Allerdings nicht immer ganz einfach, denn natürlich ist er bei weitem nicht so groß wie die Arten, die uns in Schmetterlingshäusern begegnen. Er gehört eher zu den kleineren heimischen Tagfalterarten. Nicht mal halb so groß wie der bekannte Zitronenfalter oder auch das Tagpfauenauge ist er.

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Außerdem zeigt er, anders als das Tagpfauenauge nicht gerne die Oberseiten seiner Flügel, sondern sitzt meist mit zusammengeklappten Flügeln. Das ist aber nicht so schlimm, denn die Flügeloberseite ist braun. Das namensgebende Grün findet sich in der Sonne schimmernd auf seiner Unterseite.
Die Zipfelfalter als Artengruppe gehören zur Familie der Bläulinge und haben oft einen kleines „Schwänzchen“ als Verlängerung einer Flügelader auf dem Hinterflügel. Beim Grünen Zipfelfalter ist das aber kaum zu sehen.
Der Grüne Zipfelfalter bewohnt verschiedene Biotope, nur offen und mager müssen sie sein.  Man sieht aber meist nur einzelne Tiere, im Gegensatz zum Schmetterling des Jahres 2019. Denn das Schachbrett kann man im Hochsommer auf guten, blütenreichen, mageren Wiesen oft massenweise antreffen.
Die ersten Grünen Zipfelfalter kann man Ende März/Anfang April beobachten, die letzten meistens im Juni. Die Art fliegt nämlich nur in einer Generation, d.h. während der Flugzeit werden die Eier gelegt, die erst im kommenden Jahr wieder neue Falter ergeben.
Die Raupen sind dabei nicht sehr wählerisch: von verschiedenen Brombeer-Arten (deshalb trägt er als deutschen Namen auch den Namen „Brombeer-Zipfelfalter), über Färberginster, Esparsette und Faulbaum bis zum Sonnenröschen fressen die Raupen viele verschiedene Pflanzen.
Also: Augen offenhalten und vielleicht können Sie den Grünen Zipfelfalter auf einem Spaziergang im Bliesgau entdecken!

Eine Wildbiene, die den Herbst einläutet: Die Efeu-Seidenbiene

Beim Thema Insektensterben denken viele immer direkt an die Honigbiene, dabei gibt so viel mehr Insekten, die vielfach völlig unbekannt sind. Die Honigbiene als "Haustier" des Menschen gehört übrigens nicht zu den bedrohten Arten. Viele der in Deutschland über 550 Wildbienenarten sind jedoch akut bedroht oder je nach Region sogar schon ausgestorben.
Aber es gibt auch Arten, die aktuell in Ausbreitung begriffen sind. Oft sind das wärmeliebende Arten, die vom Klimawandel profitieren. Eine davon wollen wir mit diesem Artikel vorstellen:
Während sich Honigbienenvölker langsam auf die Überwinterung vorbereiten, wird die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) erst aktiv.
seidenbiene
Bildautorin linkes Bild: Julia Michely

Allerdings weiß man gar nicht so viel über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet, denn die Art wurde erst 1993 wissenschaftlich beschrieben. Sie wurde vorher immer für eine sehr ähnlich aussehende Art gehalten. Zumal zu ihrer Hauptflugzeit auch nicht mehr viele Wildbienenspezialisten im Gelände unterwegs sind, weil die meisten anderen Wildbienen dann nicht mehr fliegen.
Denn die Efeu-Seidenbiene nutzt als Nahrungspflanze - wie ihr Name schon sagt - hauptsächlich die Blüten des Efeus und der blüht erst sehr spät im Jahr. Deshalb kann man sie ab September bis manchmal in den November hinein finden. Am erfolgversprechendsten ist es dabei natürlich blühenden Efeu nach einer Biene abzusuchen, die etwa so groß wie eine Honigbiene ist. Der Hinterleib bei Seidenbienen ist aber spitz zulaufend und die Binden auf dem Hinterleib sind viel deutlicher ausgeprägt als bei Honigbienen.
2012 wurde die Art erstmals im Saarland nachgewiesen. Auch in vielen anderen Teilen Deutschlands wurde sie erst im Laufe der letzten 10 Jahre erstmals gefunden.Die Art lebt wie die meisten anderen Wildbienen solitär, d.h. dass keine Staaten gebildet werden wie bei Honigbienen oder vielen Hummelarten. Die Art legt ihre Brutröhren in lockerer Erde oder Sand an. Die Stellen sollten besonnt und nur wenig bewachsen sein. Es kann aber sein, dass an solchen Stellen dann mehrere Weibchen ihre Röhren anlegen und so eine ganze Kolonie von Efeu-Seidenbienen entsteht. Es kann auch passieren, dass sich solch eine Kolonie in einem Sandkasten ansiedelt. 
Die Efeu-Seidenbienen sind aber wie die meisten Wildbienen sehr friedlich. Sie stechen höchstens dann zu, wenn ihr Leben bedroht ist, also z.B. wenn sie in der Hand gehalten werden oder man versehentlich auf sie tritt. Ihr Stich ist aber nicht so schlimm wie der Stich einer Honigbiene.
Der Efeu ist nicht nur für die Efeu-Seidenbiene eine wichtige Nahrungspflanze. Auch für viele andere Insektenarten ist er um diese Jahreszeit eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem wird er, wenn er an Mauern, Garagen- oder Hauswänden wächst, auch gerne von Haussperlingen, Amseln oder auch anderen Arten als Nistgelegenheit genutzt.

Kopfunter auch am Futterhaus – der Kleiber

Jetzt im Winter ist es für viele wieder Zeit die Vogelfutterhäuser nach draußen zu stellen und den Vögeln die verschiedensten Körner und Nüsse anzubieten.Was gibt es auch Entspannenderes an kalten Wintertagen als den gefiederten Besuchern beim Kampf um die besten Körner zu zusehen.
kleiber

Aber kennen Sie auch die Arten, die sich an Ihrem Futterhaus einfinden?
Wir wollen mit dem Kleiber eine recht häufige und vor allem gut zu erkennende Art vorstellen.
Der Kleiber entstammt der Familie der Kleiber und wird ab und an auch als „Spechtmeise“ bezeichnet. Er ist oft quirlig wie eine Meise und läuft an Baumstämmen entlang und sucht dort hackend nach Insekten wie ein Specht. Aber er kann etwas, was Spechte nicht können: er läuft auch mit dem Kopf nach unten an Bäumen entlang!
Die Körperlänge des Kleibers entspricht in etwa der einer Kohlmeise. Sein Bauch ist hellbraun während sein Rücken blaugrau gefärbt ist. Er hat einen kräftigen, grauen Schnabel und einen schwarzen Augenstreifen.
Sein Name „Kleiber“ kommt davon, dass er bei Bruthöhlen und Nistkästen, die er nutzt, den Eingang mit Lehm so verkleinert, dass er hindurch schlüpfen kann, aber es Räubern so erschwert wird, an seine Brut zu gelangen.
Kleiber sind Standvögel und deshalb auch im Winter häufig zu beobachten. Sie brüten gerne in Laubmischwäldern, aber auch in Parks und Gärten. Sie benutzen Asthöhlen, alte Spechthöhlen aber auch Nistkästen als Brutplatz.
Größere Samen und Nüsse wie Eicheln oder ganze Erdnüsse bringt er zur nächsten Astgabel um sie dort mit seinem Schnabel besser bearbeiten zu können.
Längere baumlose Strecken meidet er, deshalb ist er in Innenstädten seltener zu finden als z.B. in Waldrandnähe.
Er gilt als nicht gefährdet, so dass man an vielen Futterhäusern seine akrobatischen Künste beim Futtern von Meisenknödeln beobachten kann.
Mehr Informationen zu häufigen Vögeln am Futterhaus finden Sie u.a. auf den Seiten des NABU unter:  https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/vogelportraets/

Mehl- und Rauchschwalben, gefährdete Mitbewohner


„Wenn Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen“, lautet eine bekannte Bauernregel, die sich auf Schwalben bezieht. Davon gibt es noch viele weitere wie „An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.“. Daran erkennt man, dass die Schwalben schon lange in der Nähe der Menschen wohnen und diese in den vergangenen Jahrhunderten das Verhalten der Schwalben beobachtet und versucht haben, daraus Regeln z.B. bezüglich des kommenden Wetters abzuleiten.

Schwalben
Die Rauchschwalbe (links) hat eine rostfarbene Kehle und lebt meist in Ställen, die Mehlschwalbe (rechts) sucht sich gerne Dachüberstände zum Nestbau.

Früher gab es in jedem Dorf Schwalbenkolonien.Heute gibt es auch im Bliesgau bereits Dörfer, in denen man suchen muss, um noch brütende Schwalben zu finden.

Grundsätzlich finden sich in unseren Dörfern zwei Schwalbenarten: die Rauchschwalbe, die man vor allem auf Bauernhöfen findet und die gerne in Ställen wohnt und die Mehlschwalbe, die meist unter Dachvorsprüngen nistet.Beide Arten haben oberseits ein dunkles, blau-schwarzes Gefieder, während die Bauchseite weiß ist. Die Rauchschwalbe kann man von der Mehlschwalbe durch ihren rost-farbenen Kehlfleck und den längeren, tiefgegabelten Schwanz unterscheiden.Leider sind beide Arten, die früher aus unseren Dörfern kaum wegzudenken waren, mittlerweile gefährdet.

Es werden immer noch Nester illegal entfernt, denn viele wissen nicht, dass die Nester auch wenn die Schwalben im Winter im Süden sind, geschützt sind. Wenn ein Haus saniert wird und die Nester deshalb entfernt werden müssen, sollten die Bauarbeiten also erst im Herbst anfangen, wenn die Schwalben schon weg sind und nach Beendigung der Arbeiten kann man dann Kunstnester anbringen.

Denn die Schwalben haben heute auch ein Problem geeignetes Baumaterial zu finden. Nester werden aus kleinen Lehmklümpchen gebaut, den sie an Pfützen sammeln. Weil heute alle Straßen und Wege in den Dörfern aber asphaltiert sind und Baumaterial so rar geworden ist, müssen wir den Schwalben etwas unter die Arme greifen.Man kann z.B. eine Lehmpfütze für Schwalben anlegen: https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf oder Mehlschwalbennisthilfen kaufen oder selbst bauen und am Haus anbringen.

Der Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018

Der Grasfrosch ist, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, nicht grün, sondern braun gefärbt. Damit gehört er mit den beiden ähnlichen Arten Spring- und Moorfrosch zu den sogenannten „Braunfröschen“. 
Den Namen verdankt er seiner Lebensweise in der Gras- und Krautschicht von Wiesen und lichten Wäldern. Von den drei Braunfroscharten ist der Grasfrosch in Deutschland die häufigste Art und auch im Saarland weit verbreitet.

Frosch
Auch der Glashütter Weiher wird vom Grasfrosch als Laichhabitat genutzt.

Grasfrösche können bis zu elf Zentimeter lang werden und werden vor allem im zeitigen Frühjahr (Mitte/ Ende Februar bis Ende März) auf ihren Wanderungen zu ihren Laichgewässern häufig beobachtet.  An Tümpel, Gräben, Seen, Weihern und Gartenteichen legen die Weibchen Laichballen mit 700-4 000 Eiern ab. Aus ihnen schlüpfen die Kaulquappen, die ihre Metamorphose in wenigen Wochen durchleben und als 10-15 mm kleine Frösche an Land gehen. Man findet sie meist nur während der Fortpflanzungszeit am Gewässer, danach wandern sie wieder in ihre Landlebensräume: Wiesen, Wälder, Gebüsche, Parks und Gärten.
Dort gehen sie meist nachts auf die Jagd nach Insekten, Asseln, Würmer, Schnecken und Spinnen. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Plätzen unter Steinen oder Totholz.In Acht nehmen muss sich der Grasfrosch vor Mardern, Füchsen, Reihern, Greifvögeln etc., die ihn zum Fressen gern haben.
Mehr Infos zum Grasfrosch gibt es auch unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/23803.html

Der Lurch des Jahres wird von der DGHT (der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) gewählt. Auf ihrer Kampagnenseite finden sich noch ausführlichere Materialien zum Grasfrosch, aber auch zu den bisher gewählten Reptilien und Amphibien der vergangenen Jahre.

Wandern im Frühjahr – auch für Amphibien essentiell

Sicherlich kommt Ihnen diese Situation bekannt vor: Sie fahren in der Dämmerung über eine Landstraße, die an eine Wiese oder ein Waldstück angrenzt. Plötzlich sehen Sie vor sich auf der Straße viele Kröten, fast nicht vom nassen Laub zu unterscheiden, die versuchen über die Straße auf die andere Seite zu gelangen. Doch warum tun sie das?

Kroeten
Die Männchen lassen sich oftmals auf dem Rücken der Weibchen zum Laichgewässer transportieren.

Der Star – Vogel des Jahres 2018

Der Star ist etwas kleiner als eine Amsel und sowohl im Prachtkleid (das Federkleid, dass während der Brutzeit getragen wird) als auch im Schlichtkleid ein hübsch anzusehender Vogel. Das Prachtkleid ist schwarz-glänzend. Je nach Lichteinfall schimmert das Gefieder der Vögel dann in grün oder sogar violett. Aber auch das Schlichtkleid ist mit den dunklen Federn und dem hellen Punktmuster darauf auffallend. Die gerade ausgeflogenen Jungvögel haben dagegen in den ersten Wochen mit einem braunen Gefieder noch eine sehr unauffällige Färbung. 
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Im Flug wirken die Flügel der Stare meist dreieckig und spitz. Daran und an ihrem Auftreten in kleineren Trupps, manchmal aber auch in riesigen Schwärmen lassen sie sich gut erkennen.
Zum Vogel des Jahres hat man den Star gewählt, da er zwar noch relativ häufig ist, aber sein Bestand innerhalb von nur 20 Jahren um ca. 1 Mio Brutpaare abgenommen hat. Er wurde von der Stufe „ungefährdet“ (2007) direkt in die Kategorie „gefährdet“ (2015) der Roten Liste eingestuft ohne vorher auf der Vorwarnliste zu stehen.
Der Star ist was seinen Gesang angeht ein wahrer Imitationskünstler. Er kann den Gesang anderer Vögel nachahmen. Gerade in Städten und Dörfern hört man aber auch Stare die mit ihrem Gesang an Türklingeln oder Handy-Klingeltöne erinnern.
Der Vogel des Jahres 2018 hat sich aber auch in anderer Weise an ein Leben in der Nähe des Menschen angepasst und bewohnt neben alten Spechthöhlen und sonstigen Hohlräumen in Bäumen auch gerne Dachgauben oder Hohlräume an Gebäuden und Fassaden. Dabei haben Stare kein Revier wie andere Vogelarten, da sie gerne dort brüten, wo sich auch andere Paare in der Nähe finden und dann oft in kleinen Trupps auf Nahrungssuche gehen.
Am liebsten mögen sie Insekten und Würmer, sie fressen aber auch Früchte und Beeren. Man sieht sie deshalb gerne auf kurzen Wiesen und vor allem Weiden, wo sie am Boden oder sogar auf den Weidetieren nach Insekten und anderem Kleingetier suchen.
Bedroht ist der Star vor allem durch zu intensive Landwirtschaft, aber auch durch Wegfall von Brutstätten bei energetischen Sanierungen.
Weitere Infos zum Star finden Sie auch auf den entsprechenden Seiten des NABU zum  Vogel des Jahres: https://www.nabu.de/news/2017/10/23266.html

Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2017

Den diesjährigen Vogel des Jahres hört man öfter, als das man ihn sieht, denn der Waldkauz ist nachtaktiv. Selbst wenn wir des Nachts unterwegs sind, wir haben eben einfach nicht die guten Augen des Waldkauzes. Im dunkeln Wald sieht er uns, aber wir ihn nicht, da er mit seinem braun oder grau gefärbten Gefieder oft nicht auffällt, obwohl er ungefähr so groß wie eine Krähe ist. Seine Zeichnung erinnert nämlich an Baumrinde. Aber gerade im Herbst und Spätwinter ist er mit seinen Rufen zur Balz oder Reviermarkierung gut zu hören. Dieser Ruf wird auch gerne in Film und Fernsehen verwendet, wenn Szenen im nächtlichen Wald gezeigt werden.
Die Paare beginnen schon im Februar oder März mit der Brut. Die Weibchen legen normalerweise zwei bis vier Eier. Die Jungtiere verlassen das Nest im Alter von ca. einem Monat, sind dann aber noch nicht flugfähig. Das dauert noch zwei bis drei Wochen länger. Von den Eltern versorgt werden sie aber noch bis zu einem Alter von knapp drei Monaten. Dann müssen sich die jungen Käuze ein eigenes Revier und einen eigenen Partner suchen.
Waldkauzpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen, außerhalb der Brutzeit leben sie aber meist alleine in ihrem gemeinsamen Revier.
Der Waldkauz lebt fast in ganz Europa und ist in Deutschland die häufigste Eulenart. Er ist auch sehr reviertreu, viele Paare bleiben ihr ganzes Leben im selben Umfeld. Dabei ist sein Lebensraum nicht auf Laubwälder beschränkt. Er bewohnt auch Gärten, Parks und Friedhöfe. Nadelwälder aber meidet er. Wichtig für sein Vorkommen sind auch alte Bäume mit entsprechenden Höhlen, in denen er brüten kann.
Auf die Jagd geht er meist nach Kleinsäugern wie Mäusen, Maulwürfen und Ratten. Er frisst aber auch Vögel, Frösche, Kröten, Käfer und Regenwürmer.

Mehr Infos zum Waldkauz gibt es vom NABU unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/waldkauz/index.html
Außerdem kann man sich beim NABU das Verhalten von Waldkäuzen bei der Brut live in einer Webcam anschauen: https://blogs.nabu.de/category/vogel-des-jahres/

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Junge Waldkäuze klettern oft schon auf den Bäumen in der Umgebung des Nestes herum, wenn sie noch gar nicht fliegen können. In diesem Stadium werden sie „Ästling“ genannt. (Bildautor: Barbara Böhme)

Der Punker und die Unscheinbare

Jetzt im Spätherbst/Frühwinter beginnt für viele wieder die Zeit der Vogelfütterung.
Unter Experten wird immer wieder gestritten, ob eine Fütterung bei unseren schneearmen Wintern überhaupt nötig ist. Aber wenn man sich heute Gärten mit Kies und Schotter im Vorgarten und kaum heimischen Sträuchern, die im Winter Früchte und Beeren bieten könnten, ansieht, schadet eine Fütterung kaum. Außerdem ist es für viele an kalten Wintertagen ein schöner Zeitvertreib den Vögeln beim Streiten um die besten Körner zu zusehen. Gerade Kinder können hier auf einfache Art einen Teil der heimischen Vogelwelt kennenlernen.
Zwei besondere Vertreter möchten wir deshalb auch in diesem Artikel vorstellen.

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Heckenbraunelle und Haubenmeise sind Beispiele für nicht ganz häufige Besucher am Vogelhaus

Die frechen Meisen sind an vielen Vogelhäusern zu finden. Den meisten Beobachtern sind Kohl- und Blaumeise noch gut vertraut. Ein ebenfalls auffälliger Vertreter der Meisen ist aber nicht so bekannt: die Haubenmeise. Ihr namensgebendes schwarz-weißes Häubchen lässt sie wie einen kleinen Punker aussehen. Der Rest ihres Gefieders ist eher unscheinbar bräunlich, aber mit den abstehenden Federchen am Kopf ist sie schon ein auffälliger, allerdings nicht unbedingt häufiger Besucher am Futterhaus. Da sie bevorzugt in Nadelwäldern lebt, ist sie auch meist eher an Futterhäusern zu finden, wo Nadelwälder oder zumindest ein paar Nadelbäume in der Nähe sind.
Im Gegensatz zur auffälligen „Frisur“ der Haubenmeise, kommt die Heckenbraunelle ganz unscheinbar daher und wird häufig übersehen. Sie ist braun und grau gefärbt und ca. 15 cm lang. Sie lebt an Waldrändern, in Gebüschen, in Parks und in Gärten. Sie kommt meist nicht direkt an die Futterspender, sondern sucht eher am Boden um ein Futterhaus nach dem, was andere Vögel hinunter geworfen haben. Sie huscht bei Anzeichen von Gefahr schnell wieder in die nächste Hecke.
Der Bestand in Deutschland wird auf über eine Million Brutpaare geschätzt, aber aufgrund ihrer unauffälligen Färbung und entsprechenden Verhaltens am Futterhaus, ist sie vielen unbekannt.
Mehr Informationen zu häufigen Vögeln am Futterhaus finden Sie u.a. auf den Seiten des NABU unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/vogelportraets/

Der Feuersalamander – Lurch des Jahres 2016

Vom Feuersalamander haben die meisten sicherlich schon gehört oder gelesen. Ein Tier tatsächlich live gesehen, haben aber wahrscheinlich die wenigsten.
Feuersalamander sind nämlich nachtaktiv und vor allem in feuchten, regnerischen Nächten zu finden. Sie leben meist in Laub- und Mischwäldern, in denen es kleinere Bäche und Quellen gibt.

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Die ausgewachsenen Feuersalamander findet man vor allem in feuchten Nächten, die Larven finden sich in kühlen Gewässern im Wald.

Feuersalamander in unseren Breiten werden ca. 15 cm lang und sind durch ihre gelb-schwarze Färbung (in seltenen Fällen können die sonst gelben Farbpartien auch orange bis rötlich gefärbt sein) unverwechselbar. Anhand der Musterung lassen sich sogar die einzelnen Individuen voneinander unterscheiden, wie beim Fingerabdruck eines Menschen.

Im Gegensatz zu anderen Amphibien setzt das Feuersalamander-Weibchen, meist im Frühjahr, weit entwickelte, kiementragende Larven in geeignete Gewässer ab. Die Larven lassen sich gut an den hellen Flecken der Beinansätze und den Außenkiemen erkennen.
Sie benötigen fischfreie, nährstoffarme und kühle Gewässer. Im Sommer bis Frühherbst sind die Jungtiere dann so weit entwickelt, dass sie an Land gehen können. Sie werden aber erst mit zwei bis vier Jahren geschlechtsreif.
Ausgewachsene Feuersalamander verstecken sich tagsüber unter Laub, Steinen oder Totholz. Nachts gehen sie dann auf Nahrungssuche und fressen Insekten, Schnecken oder Spinnen. Dabei bewegen sie sich meist sehr langsam, denn sie sondern durch spezielle Drüsen ein Hautsekret ab, das sie vor Feinden schützt.

  • einen Link zu einem Video mit einem Feuersalamander in Aktion finden Sie hier

Die Art ist in Deutschland „besonders geschützt“, gilt aber zurzeit noch als „ungefährdet“. International trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art, da ein großer Teil der Weltpopulation hier vorkommt.

Der Lurch des Jahres wird von der DGHT (der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) gewählt. Auf ihrer Kampagnenseite finden sich noch ausführlichere Materialien zum Feuersalamander, aber auch zu den bisher gewählten Reptilien und Amphibien der vergangenen Jahre.

Der Stieglitz – Vogel des Jahres 2016

Der Stieglitz wird auch Distelfink genannt und gehört wie dieser Name schon sagt, zur Familie der Finken. Mit einer Körperlänge von 12-13 cm ist er kleiner als der bekanntere Buchfink. Sein auffallendstes Merkmal ist aber seine kräftig rote Gesichtsmaske und eine deutliche abgesetzte gelbe Binde im Flügel. Ansonsten ist sein Gefieder hellbraun mit schwarz und weiß vor allem an den Flügeln und dem Schwanz.

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Der Stieglitz bei einer Vogelberingung und zwei Tiere bei der Nahrungssuche.

Stieglitze sind meist in kleineren Trupps anzutreffen, in denen sie die Umgebung auf der Suche nach Nahrung durchstreifen. Er ernährt sich hauptsächlich von Sämereien z.B. von Disteln, aber auch von Gräsern und Bäumen.
Zum Vogel des Jahres wurde er vom NABU gewählt, da sein Bestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um fast 50 % abgenommen hat. Dabei kann jeder etwas zum Erhalt dieses farbenfrohen Gesellen beitragen.
Durch seine Nahrungsvorlieben ist er auf vielfältige Lebensräume angewiesen, die ihm möglichst ganzjährig Nahrung zur Verfügung stellen. So sind für ihn bunt-blühende Wegsäume und Brachflächen geeignet, die mit ihrer Vielfalt an Arten auch zu verschiedenen Zeiten Sämereien bieten. Auch Parks und Gärten können so gestaltet werden, dass sich Stieglitze hier wohl fühlen. Wichtig ist hierbei nur, dass möglichst viele heimische Wildkrautarten für den Stieglitz, aber natürlich auch viele andere Arten zur Verfügung stehen.
Der Stieglitz steht also stellvertretend für die Arten, die durch eine immer intensivere Landwirtschaft, die Bebauung von Brachflächen, aber auch die artenarme Gestaltung vieler Gärten (mit Kies und englischem Rasen) gefährdet sind.
Mit dem Sichern oder Neuanlegen von wildkräuterreichen Blühflächen können Gartenbesitzer, Firmen, Vereine und Kommunen ganz einfach für die Artenvielfalt und den Stieglitz in ihren Heimatorten tätig werden.
Dabei können sie dann auch bei der Aktion „Bunte Meter für Deutschland“ des NABU mitmachen.
Mehr zum Stieglitz finden Sie auch auf den Seiten zum Vogel des Jahres 2016 beim NABU-Bundesverband.

Vogel des Jahres 2019 – die Feldlerche

Die Feldlerche war bereits 1998 „Vogel des Jahres“. Sie ist bei uns in Deutschland ein typischer Brutvogel der Agrarlandschaft. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft hat die Art aber stark abgenommen. In Deutschland geht man davon aus, dass allein zwischen 1980 und 2005 der Bestand um 30 % zurückgegangen ist. Deshalb steht die Feldlerche in der letzten Roten Liste der Brutvögel Deutschlands auch bereits in der Kategorie 3 („Gefährdet“).

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Die Feldlerche in ihrem Lebensraum.

Die Feldlerche hat ein großes Verbreitungsgebiet das von Portugal bis Kamtschatka und von der Nordspitze Norwegens bis Nordafrika reicht.Sie ist etwas kleiner als ein Star und wiegt meist 30 – 45 g. Wenn sie sich im Frühjahr auf den Feldern aufhalten, sind sie am Boden meist nur dann zu sehen, wenn sie kurz auffliegen oder nach einem ihrer Singflüge wieder am Boden landen. Mit ihrem Gefieder in unterschiedlichen Brauntönen sind sie nämlich perfekt getarnt. Die Singflüge dienen der Reviermarkierung, dabei steigen die Männchen mit schnellen Flügelschlägen immer höher, teilweise kreisen sie dann über dem Revier, bevor sie langsam wieder hinab gleiten. Dabei singen sie durchgehend.

Die Feldlerche brütet am liebsten in niedriger, lückiger Vegetation, weshalb sie bei uns meist auf Äckern zu finden ist. Dort scharrt sie sich eine kleine Mulde, die sie mit pflanzlichem Material auskleidet. Gelege bestehen meist aus 2-6 Eiern und werden ca. 11 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen das Nest nach 7-11 Tagen und sind nach 30 Tagen selbständig.
Die Nahrung der Feldlerche besteht im Winter hauptsächlich aus pflanzlichem Material, im Frühjahr und Sommer frisst sie vor allem kleine Insekten, Schnecken, Regenwürmer und Spinnen.

Die Feldlerche ist ein noch verbreiteter Brutvogel auf den Äckern und Wiesen des Biosphärenreservates.Mit die höchsten Siedlungsdichten hat  der Hartungshof und das Offenlandgebiet bei Utweiler.Trotzdem gibt es auch im Biosphärenreservat Bliesgau Rückgänge der Population durch intensive Landwirtschaft.
In Studien haben sich sogenannte Lerchenfenster als wirksame Schutzmaßnahme für Feldlerchen, aber auch andere Bodenbrüter erwiesen. Dabei werden bei der Einsaat von Äckern immer wieder mehrere Meter große Stücke ausgelassen, so dass inmitten der Felder kleinere, wenig bewachsene Flächen vorhanden sind, auf denen Feldlerchen ihre Nester anlegen können.
Mehr Infos zur Feldlerche finden Sie auch unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1998-feldlerche/index.html, dort können Sie sich auch den Gesang der Feldlerche anhören und vielleicht achten Sie beim Spaziergang im nächsten Frühjahr mal darauf und können die Feldlerche dann auch bei uns bei ihren Singflügen beobachten.

 

Insekt des Jahres 2019 – die Rostrote Mauerbiene

Die ersten Blüten im Frühjahr nach der langen, kalten Jahreszeit erfreuen nicht nur uns Menschen, sie sind auch lebensnotwendig für die Bestäuber, die in den ersten warmen Tagen ihr Winterversteck verlassen oder wie die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) in den ersten Apriltagen schlüpfen.

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Die Rostrote Mauerbiene nutzt auch gerne bereitgestellte Wildbienennisthilfen.

Die Eier aus denen sich diese Wildbienen-Art entwickelt wurden schon im Mai oder Juni des Vorjahres gelegt. Die Larven die aus diesen Eiern geschlüpft sind, haben sich in ihren Brutzellen über den Sommer von dem Vorrat ernährt, den das Weibchen vorher als Pollen und Nektar gesammelt hat. Irgendwann verpuppt sich dann die Larve und schlüpft im nächsten Frühjahr als fertige Biene und der Lebenszyklus beginnt von vorn. 
Die Weibchen haben einen braungelben Pelz am Thorax, die ersten Hinterleibssegmente sind ebenfalls braungelb behaart, der Rest schwarz. Die Männchen haben am Rücken und Schildchen eine rötlich-braungelbe Behaarung, Brust- und Vorderschenkel sowie der Kopfbereich sind weißlich behaart. Wegen der starken Behaarung werden diese Wildbienen auch oft mit Hummeln verwechselt.
Bei der Rostroten Mauerbiene sind die Männchen, wie bei vielen anderen Insekten auch, nur für die Paarung von Nöten. Bei dem Anlegen der Nester spielen sie keine Rolle.Die Rostrote Mauerbiene gehört wie viele andere Wildbienen auch zu den solitären Bienen. Hier gibt es nicht wie bei der Honigbiene einen Staat mit einer Königin und Arbeiterinnen, die dann die Brut versorgen, sondern das Weibchen muss sich ganz alleine um die Pflege seiner Brut kümmern.
Dazu baut das Weibchen sogenannte Brutzellen. In jede Zelle kommt ein einzelnes Ei und genug Vorrat an Nektar und Pollen, damit die Larve gut gedeihen kann. Die Rostrote Mauerbiene lebt in Deutschland auch gerne im Siedlungsbereich, denn sie ist sehr anspruchslos und belegt auch gerne Wildbienennisthilfen.
Die Art bewohnt in Nisthilfen z.B. Bambusrohr mit einem Innendurchmesser von 8-9 mm und einer Länge von 20 cm. Am besten sollte eine solche Nisthilfe dann an der sonnenseitigen Hauswand oder einer anderen größeren Fläche angebracht werden.Die Mauerbienen sind friedfertig und können an den Nisthilfen auch von Kindern gut beobachtet werden.Die Art selbst ist nicht gefährdet, aber sie soll stellvertretend auf die Gefährdung der Wildbienen (von denen es in Deutschland über 500 Arten gibt) und anderer Insekten aufmerksam machen.

 

Der Bierschnegel – Wo gibt es sie noch, diese vom Aussterben bedrohte Schnecke?

Erzählt von Anita Naumann

April 2018: Bei einem Spaziergang durch Blieskastel fällt mir eine relativ große, helle Schnecke auf. Vielleicht ein helles, noch nicht ausgewachsenes Exemplar vom Tigerschnegel? Zur Sicherheit mache ich ein paar Fotos, kann ja nicht schaden. Außerdem steht  zu Hause das Buch „Die Landschnecken Deutschlands“.

schnegelDer Bierschnegel ist meist gelb- oder grünlich gefärbt. Wenn Sie auf das Foto klicken, können Sie es größer sehen.

Aber auch nach mehrmaligem Blättern im Buch bin ich mir unschlüssig. Am meisten Ähnlichkeit hat meine Schnecke mit dem abgebildeten „Bierschnegel“, aber der gilt in ganz Deutschland als vom Aussterben bedroht. Im Netz findet man zu ihm Überschriften wie „Nach 90 Jahren in Niedersachsen wiederentdeckt“. Eine so seltene Schnecke soll ich durch Zufall gefunden haben? Gibt es keine häufige Art, die vielleicht doch in Frage kommen könnte? 
Außerdem gilt der Bierschnegel als nachtaktiv und lebt gerne in Kellern. Und ich habe ihn tagsüber an einer Mauer gefunden. Allerdings gibt es in Blieskastel vielleicht schon geeignete alte Keller?
Aber wen könnte ich fragen, wer kennt sich denn mit Schnecken aus? Ich kenne Fachleute aus so vielen Artengruppen, aber in der Delattinia (der naturforschenden Gesellschaft des Saarlandes) fällt mir niemand ein, der sich mit Schnecken befasst. Also lege ich die Fotos einfach in meinem Archiv ab, vielleicht findet sich mal jemand, der mir bei der Frage helfen kann.
Dann findet im Juni diesen Jahres eine Tagung der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft statt. Forscher also die sich mit Schnecken und Muscheln befassen. Leider verpasse ich zwar den Termin, aber in den Nachberichten höre ich, dass auch jemand vom saarländischen Zentrum für Biodokumentation teilgenommen hat. Kurz nach meinem Sommerurlaub treffe ich ihn auf einem Außentermin und mir fällt die Schnecke aus meinem Archiv wieder ein. Ich spreche ihn also darauf an. Kann es den Bierschnegel im Saarland geben?
Wir verabreden, dass ich ihm die Bilder zu schicke. Das mache ich noch am selben Abend. Und erhalte auch kurz darauf schon die Antwort, dass er es zumindest für möglich hält. Aber weil er sich auch nicht ganz sicher ist, leitet er sie noch an einen Schneckenkenner weiter. Von dem kommt ein paar Tage die Bestätigung: Es ist tatsächlich der Bierschnegel!
Und jetzt? Jetzt hab ich den Salat! Jetzt soll ich nämlich auch noch einen Artikel zu meinem Fund für einen der nächsten Jahresbände der naturforschenden Gesellschaft des Saarlandes schreiben und für die Webseite auch noch und natürlich noch für den Newsletter auf der Arbeit, immerhin stammt der Fund aus dem Biosphärenreservat.
Der für die Arbeit ist noch nicht so schlimm. Da berichte ich einfach von meinem „Glück“ und brauche nicht ganz so viel zu recherchieren. Aber der wissenschaftlich fundierte Artikel für die Delattinia, das wird auf jeden Fall richtig Arbeit!
Wie lange liegt der letzte Fund im Saarland zurück? Das lässt sich zumindest auf die Schnelle nicht klären. Es gibt eine Rote Liste der bestandsgefährdeten Schnecken und Muscheln des Saarlandes. Die ist 1997 erschienen. Darin wird der Bierschnegel wie in ganz Deutschland als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Die gibt es natürlich nicht im Netz. Da der Herausgeber das saarländische Umweltministerium war, frage ich erst mal dort nach, ob die dort noch vorliegt. Mit deren Hilfe werde ich dann hoffentlich nach weiteren Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Arbeiten graben können. Um dann meinen Artikel zu schreiben über eine einzige Schnecke. Aber vielleicht gibt es ja bis dahin noch weitere Funde, denn jetzt kommen Sie, liebe Leser, ins Spiel:
Vielleicht haben Sie schon einmal eine Schnecke wie hier abgebildet gesehen und sogar fotografiert? Mein Fund war 2018 in Blieskastel, hier soll es noch einige alte Felsenkeller geben, die als Lebensraum für den Bierschnegel geeignet sein könnten. Aber vielleicht gibt es auch in anderen Gemeinden noch gut geeignete Gemäuer?
Deshalb meine Bitte an Sie: halten Sie die Augen offen (vor allem, wenn Sie im Dunkeln an alten Gemäuern unterwegs sind) oder vielleicht haben Sie selbst einen alten Felsenkeller in den Sie mal einen Blick reinwerfen könnten? Oder wie ich eine große grünlich-gelbliche Schnecke mit Fleckenmuster und  grauem Kopf und Fühlern beobachtet und festgehalten?
Schreiben Sie mir, wenn Sie einen Bierschnegel fotografiert haben unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und vielleicht kann ich dann in meinem Fach-Artikel nicht nur von meinem Fund, sondern auch von weiteren berichten.

 

Pflanzenarten im Bliesgau

Hier stellen wir nach und nach Pflanzenarten vor, die im Bliesgau vorkommen:

Die Stechpalme - Baum des Jahres 2021

Das Gelbe Windröschen - ein Frühblüher im Bliesgau

Die Einbeere - Blume des Jahres 2022

Der Fransenenzian - ein Spätblüher

pulsatilla einbeere 

Biologische Vielfalt im Biosphärenreservat Bliesgau

Als Biodiversität oder auch biologische Vielfalt bezeichnet man die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Es geht dabei nicht nur um reine Artenvielfalt, sondern auch um die genetische Vielfalt innerhalb einer Art ebenso wie um die Vielfalt der Ökosysteme.
Die Nationalen Naturlandschaften, zu denen auch das Biosphärenreservat Bliesgau gehört, sollen helfen, diese Vielfalt zu bewahren. Als Nationale Naturlandschaften sind heute ca. 30 % der Fläche Deutschlands ausgewiesen. Zu den Nationalen Naturlandschaften in Deutschland gehören 14 Nationalparks, 15 Biosphärenreservate und rund 100 Naturparks.

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Ameisenbläuling                                                                 Klappertopf

Diese Schutzmaßnahmen sind wichtig, denn in den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der Arten weltweit um rund 40 % zurückgegangen. Davon sind nicht nur die tropischen Regenwälder betroffen, sondern auch in Deutschland ist ein dramatischer Rückgang zu beobachten.
Hier sind nicht nur die natürlichen Ökosysteme und Arten betroffen, auch die Agrobiodiversität ist bedroht.
Unter dem Begriff Agrobiodiversität versteht man die Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere, denn auch einige alte Haustierrassen sind heute gefährdet. 84 % des Rinderbestandes in Deutschland gehört zu nur vier Rassen, dabei gibt es in Europa über 100 verschiedene Rinderrassen.
Aus diesem Grund wurde 2007 von der  Bundesregierung eine „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ beschlossen und 2010 als das Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen, um die Öffentlichkeit auf die Gefährdungen dieser Vielfalt aufmerksam zu machen.

Im Zusammenhang mit der Biodiversität spricht man auch von sogenannten Hot Spots, damit sind Gebiete oder Biotope gemeint, die über besonders hohe Artenzahlen verfügen.
Im Bliesgau besonders artenreich oder mit besonders wertvollen, seltenen Arten bestückt sind v.a. die Kalkhalbtrockenrasen und Orchideenwiesen, aber auch die Streuobstwiesen sowie die feuchten Hochstaudenfluren und die großen Buchenwälder.

Tiere im Biosphärenreservat Bliesgau

Auch für die Artenvielfalt in der Tierwelt ist der Bliesgau von großer Bedeutung. Dabei sind es weniger die bundesweit vom Aussterben bedrohten, spektakulären Arten, die den Bliesgau beschreiben, als vielmehr die vielen regionaltypischen Vertreter, die hier teilweise am Rande ihres Verbreitungsgebietes leben und als Wärme liebende Arten den Bliesgau faunistisch hervorheben. Es ist seit langem nachgewiesen, dass die Biotoptypen derentwegen der Bliesgau floristisch so bedeutend ist (Kalk-Magerrasen mit den reichen Orchideenvorkommen), auch für die Fauna bedeutende Lebensraumtypen sind. Zu nennen ist die große Gruppe der Insekten (Heuschrecken, Schmetterlinge, Zikaden), Vögel z.B. Heidelerche (Lullula arborea), Rotkopfwürger (Lanius senator), Neuntöter (Lanius collurius) oder Reptilien, die – will man die bliesgautypische Kalk-Magerrasen-Fauna nennen – schwerpunktmäßig an die Kalk-Magerrasen angepasst sind.

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Goldener Scheckenfalter                                                    Zauneidechse

Bei den Säugetieren sind als Besonderheiten zu nennen: der Biber (der nach der erfolgreichen Wiederansiedlung an der Ill auch an der Blies wieder ausgesetzt wurde und sich von dort aus flächendeckend ausgebreitet hat) und verschiedene Fledermausarten, die z.B. in den Schlossberghöhlen bei Homburg oder im alten Kalkbergwerk in Gersheim ihre Winterquartiere haben. Zu den über 40 Säugetierarten im Biosphärenreservat Bliesgau gehören aber z.B. auch Wildkatze, Igel, Maulwurf, Fuchs, Dachs und Siebenschläfer.

Unter den Vögeln sind neben den schon genannten lebensraumtypischen Arten vor allem der Rotmilan und der Weißstorch bemerkenswert, außerdem der Steinkauz als Indikator der alten Kulturlandschaft, der für die Streuobstwiesen typisch ist.
Unter den Reptilien und Amphibien sind als Besonderheiten die Gelbbauchunke, der Kammmolch, die Mauereidechse und die Schlingnatter zu nennen.

Als einzige saarländische Region beherbergt der Bliesgau alle aktuell im Saarland nachgewiesenen FFH-Arten der Tagfalter (Dunkler Wiesenknopfameisenbläuling, Thymian-Ameisenbläuling, Großer Feuerfalter, Goldener Scheckenfalter).

Nähere Informationen zu einigen interessanten Arten im Bliesgau finden Sie hier oder unter diesem Link.

Liste der Brutvogelarten im Bliesgau (Stand 2011)

Liste der Tagfalter und Widderchen im Bliesgau (Stand 2012)

Pflanzen im Biosphärenreservat Bliesgau

Die südlichen, ländlichen Bereiche beinhalten als prägende Elemente Halbtrockenrasen, ausgedehnte magere Flachlandmähwiesen (im Wesentlichen Salbei-Glatthaferwiesen), Streuobstkomplexe, Orchideen- und Waldmeister-Buchenwälder auf Muschelkalk.
25 der 50 in Deutschland heimischen Orchideenarten kommen hier vor.

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Knabenkraut                                                                        Hummelragwurz

Mindestens acht bundesweit stark gefährdete Orchideenarten, die in Südwest-Deutschland vielfach ihre Verbreitungsgrenze erreichen, kommen in den Halbtrockenrasen des Gebiets in mehreren, meist individuenreichen Populationen vor. Besonders bedeutend sind die Vorkommen von:

  • Ohnsporn (Aceras anthropophorum)
  • Pyramiden-Orchis (Anacamptis pyramidalis)
  • Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum)
  • Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica) und
  • Affen-Knabenkraut (Orchis simia), das sich offensichtlich rezent im Saar- Bliesgau ausbreitet.

Die überwiegende Mehrzahl der deutschen Fundorte des submediterran-atlantisch verbreiteten Kalk-Kreuzblümchens (Polygala calcarea) liegt im Saar-Blies-Gau. In Deutschland findet man die Pflanze sonst nur noch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Auch die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) bildet im Bliesgau einige dichte Bestände aus, so dass die zu dieser Zeit sonst noch unansehnlichen Halbtrockenrasen vom Violett ihrer Blüten bedeckt sind.
Der zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia) kann zum Beispiel bei Ormesheim in großen Mengen gefunden werden. Außerhalb der Schutzgebiete ist das Sammeln von kleineren Mengen Bärlauch (Allium ursinum) für den Hausgebrauch erlaubt.

In den nördlichen, urbanen Bereichen dominieren neben den Siedlungsbiotopen die kollinen, mesophilen Buchenwälder im oberen Buntsandstein mit versumpften Sohlentälern.

Als wertgebende Arten kommen hier z.B. Prächtiger Dünnfarn (Trichomanes speciosum), Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus), Frühlingsspark (Spergula morisonii), Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris), Grau-Segge (Carex canescens) oder Silbergras (Corynephorus canescens) vor.

Farn- und Blütenpflanzen im Biosphärenreservat (Stand 2006)

Lebensraumtypen und Landschaften

Im Gegensatz zu anderen Muschelkalkgebieten Deutschlands weist der Bliesgau eine deutlich differenzierte geomorphologische Struktur auf. Sie führt insbesondere im Zusammenhang mit verschiedenartigen Landnutzungsformen an verschiedenen Standorten zu starken Unterschieden der mikroklimatischen Situation. Hieraus ergeben sich auf engem Raum vielfältig unterschiedliche Lebensbedingungen, was die kleinräumige Existenz verschiedenartiger Ökosystemtypen ermöglicht. So finden sich sowohl Arten mit mediterranem Verbreitungsschwerpunkt, als auch Arten mit kontinentalem bzw. atlantischem Verbreitungsschwerpunkt im betrachteten Gebiet.

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Reinheim                                                                        Mohnfeld

Das Biosphärenreservat Bliesgau lässt sich grob gliedern in die vom Offenland geprägten Muschelkalkgebiete im Süden und die viel stärker bewaldeten Buntsandsteingebiete im Norden. Aber auch innerhalb der beiden Teilräume zeigen sich bemerkenswerte landschaftliche Unterschiede, die das Resultat natürlicher Prozesse und menschlicher Einwirkungen sind.

Geprägt wird das Gebiet weiterhin durch die Blies und ihr Tal mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsflächen. Es ist gekennzeichnet durch einen Wechsel von großflächig genutzten Auenwiesen, Röhrichten, Hochstaudenfluren und naturnahen Auenwäldern.


 

„huggebleiwer“bierdeckel huggebleiwer

Als „huggebleiwer“ bezeichnet man im Saarland umgangssprachlich jemanden, der sitzen bleibt. Das kommt vor, wenn die schulischen Leistungen für eine Versetzung nicht ausreichen, oder man bleibt an Ort und Stelle, weil man sich einfach wohl fühlt. Der Bliesgau ist solch ein Ort für viele vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen, die hier einen vergleichsweise guten Lebensraum vorfinden.

Schatztruhe für besondere Arten

Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt in der südöstlichsten Ecke des Saarlandes, an der Grenze zu Frankreich und Rheinland-Pfalz.Das Biosphärenreservat Bliesgau auf der Deutschlandkarte Die sanfthügelige Landschaft ist geprägt durch ausgedehnte Streuobstwiesen, wertvolle Buchenwälder, artenreiche Trockenrasen und eine eindrucksvolle Auenlandschaft, die von dem namensgebenden Fluss, der Blies, durchzogen wird. Der Norden des Bliesgaus ist städtisches Einzugsgebiet - mit einer Bevölkerungsdichte über dem Bundesdurchschnitt ist der Bliesgau im Vergleich zu den anderen deutschen Biosphärenreservaten ohnehin eher städtisch geprägt. Die Stadt-Land-Beziehung mit all ihren Facetten, Einflüssen und Veränderungen ist deshalb einer der Schwerpunkte in der wissenschaftlichen Forschung im Biosphärenreservat. Eine Besonderheit der Region ist die Vielfalt der Landschaft: verschiedene Lebensräume greifen auf engem Raum ineinander und sind ein Zuhause für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. So beherbergt der Bliesgau etwa 80 Prozent des saarländischen Vorkommens des vom Aussterben bedrohten Steinkauzes. Bemerkenswert sind auch die großen und stabilen Populationen des Goldenen Scheckenfalters und die ausgedehnten Kalkhalbtrockenrasen, auf denen man nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern kann. In der wildromantischen Bliesaue findet der aufmerksame Besucher auch die Spuren der Biber, die seit 1999 hier wieder heimisch sind.

Als ein sehr altes Siedlungsgebiet hält der Bliesgau darüber hinaus viele Möglichkeiten zur Spurensuche der römischen und keltischen Besiedlung bereit. Genannt seien an dieser Stelle der „Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim“ oder das Römermuseum in Schwarzenacker.

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Goldener Scheckenfalter                                                  Salbeiglatthaferwiese

Der landschaftliche Liebreiz im ländlichen Süden der Region wird durch die Mittelstadt St. Ingbert mit ihren Orten der Industriekultur und dem kulturellen Angebot ergänzt.

Dass diese Region etwas ganz Besonderes ist, findet auch die UNESCO. Sie hat im Mai 2009 den Bliesgau als Biosphärenreservat geadelt und somit die Bedeutung dieser einmaligen Region auf eine globale Ebene gehoben.

Der Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft und der damit verbundenen Artenvielfalt ist das erklärte Ziel des Biosphärenreservates. Mit Projekten wie dem „Bliesgau-Regal“ und dem „Bliesgau-Apfelsaft“ möchte die Region deshalb mit den Pfunden wuchern, die sie hat. Die Bliesgau-Produkte sind bereits in zahlreichen Geschäften im Saarland zu finden und auch in der Gastronomie setzen viele Küchenchefs  auf regionale Produkte. Als Tipp am Rande sei erwähnt, dass Besucher mit einem Faible für eine gute Küche im Bliesgau voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

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Obstbaumblüte                                                               Apfelbaum

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