Pressemeldung vom 1. September 2020

Walnüsse zur Aufforstung gesucht

Zur Aufforstung der durch den Borkenkäferbefall geschädigten Wälder in der Biosphäre Bliesgau ruft der SaarForst Landesbetrieb gemeinsam mit dem Biosphärenzweckverband die Bevölkerung zur Abgabe von Walnüssen auf. Mit dem Walnussbaum soll eine wärmetolerante Baumart in die Wälder der Region eingebracht werden.

wallnuss aufruf

Links: Die grüne Fruchthülle am Walnussbaum springt zwischen Ende September und Anfang Oktober auf. Rechts: Geöffnete Walnuss mit freigelegtem Samen.

Blieskastel. Viele Waldflächen, nicht nur im Saarland, sind in den letzten Jahren aufgrund der heißen und trockenen Sommer dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Um diese Flächen wieder aufzuforsten hat sich der SaarForst Landesbetrieb für das Biosphärenreservat Bliesgau eine heimische und wärmetolerante Baumart ausgesucht, den Walnussbaum. Zur Unterstützung dieses außergewöhnlichen Vorhabens ruft der Biosphärenzweckverband nun gemeinsam mit seinem offiziellen Partner, dem SaarForst Landesbetrieb, zur freiwilligen Abgabe von heimischen Walnüssen auf.

„Im Hinblick auf die steigenden Temperaturen und die klimatischen Änderungen in unserer Region müssen wir handeln. Die Wieder-Aufforstung des Waldes mit heimischen, wärmetoleranten Arten ist hierfür ein guter Ansatz“, so der Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes und Landrat Dr. Theophil Gallo.

Um sicher zu stellen, dass das Saatgut auch wirklich aus der Biosphäre Bliesgau kommt, können sich ausschließlich Eigentümer von Grundstücken mit Walnussbäumen im Biosphärenreservat oder Pächter solcher Grundstücke einbringen. Diese können dem SaarForst Landesbetrieb überschüssige Mengen von Walnüssen überlassen oder ihre Walnussbäume zur Beerntung zur Verfügung stellen. Die Ernte wird dann von Mitarbeitern des SaarForst Landesbetriebes oder Freiwilligen erledigt. Die Beerntung erfolgt abhängig vom Reifegrad der Früchte.

SaarForst möchte die Nüsse bzw. Früchte zur Aufforstung von Borkenkäferflächen innerhalb der Biosphäre Bliesgau verwenden. Dabei ist die anschließende Verwertung der Walnüsse nicht das primäre Ziel des Projektes, vielmehr soll neuer Wald mit einem hohen Anteil aus der Biosphäre stammender Walnüsse entstehen. Da Walnussbäume mit der zu erwartenden Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperatur besser zurechtkommen als andere Baumarten, soll so der Wald der Zukunft klimafester gemacht werden.

Interessenten können sich direkt an den SaarForst Landesbetrieb wenden:

Michael Pfaff - Tel.: 0175 2200857 - E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Michael Weber - Tel.: 0160 96314610

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