Der Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018

Der Grasfrosch ist, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, nicht grün, sondern braun gefärbt. Damit gehört er mit den beiden ähnlichen Arten Spring- und Moorfrosch zu den sogenannten „Braunfröschen“. 
Den Namen verdankt er seiner Lebensweise in der Gras- und Krautschicht von Wiesen und lichten Wäldern. Von den drei Braunfroscharten ist der Grasfrosch in Deutschland die häufigste Art und auch im Saarland weit verbreitet.

Frosch
Auch der Glashütter Weiher wird vom Grasfrosch als Laichhabitat genutzt.

Grasfrösche können bis zu elf Zentimeter lang werden und werden vor allem im zeitigen Frühjahr (Mitte/ Ende Februar bis Ende März) auf ihren Wanderungen zu ihren Laichgewässern häufig beobachtet.  An Tümpel, Gräben, Seen, Weihern und Gartenteichen legen die Weibchen Laichballen mit 700-4 000 Eiern ab. Aus ihnen schlüpfen die Kaulquappen, die ihre Metamorphose in wenigen Wochen durchleben und als 10-15 mm kleine Frösche an Land gehen. Man findet sie meist nur während der Fortpflanzungszeit am Gewässer, danach wandern sie wieder in ihre Landlebensräume: Wiesen, Wälder, Gebüsche, Parks und Gärten.
Dort gehen sie meist nachts auf die Jagd nach Insekten, Asseln, Würmer, Schnecken und Spinnen. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Plätzen unter Steinen oder Totholz.In Acht nehmen muss sich der Grasfrosch vor Mardern, Füchsen, Reihern, Greifvögeln etc., die ihn zum Fressen gern haben.
Mehr Infos zum Grasfrosch gibt es auch unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/23803.html

Der Lurch des Jahres wird von der DGHT (der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) gewählt. Auf ihrer Kampagnenseite finden sich noch ausführlichere Materialien zum Grasfrosch, aber auch zu den bisher gewählten Reptilien und Amphibien der vergangenen Jahre.