Das Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel ist offiziell als Biosphärenschule ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung erfolgte im Rahmen des Schulfestes zum 250-jährigen Bestehen der Schule durch Landrat Frank John, Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau.
Seit 250 Jahren wird in den historischen Mauern des Von der Leyen-Gymnasiums oberhalb der Stadt fleißig gelernt. Doch von verstaubter Tradition kann hier keine Rede sein: Die Schule verbindet ihre lange Geschichte mit einer zukunftsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für dieses Engagement wurde das Von der Leyen-Gymnasium nun als Biosphärenschule ausgezeichnet. Ein Bestandteil des Schulkonzepts ist die feste Verankerung der Themen des Biosphärenreservats Bliesgau im Unterricht. Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit den großen Herausforderungen unserer Zeit auseinander – von Klimawandel und Natur- und Umweltschutz bis hin zu Fragen der globalen Gerechtigkeit und eines nachhaltigen Wirtschaftens. Die Schule ist auch schon eine FREIDAY-Schule und gibt den Schülerinnen und Schülern bewusst Zeit und Raum zur Entwicklung und Umsetzung eigener Nachhaltigkeitsprojekte. Immer wieder wird am Von der Leyen-Gymnasium die Region genau unter die Lupe genommen: es werden beispielsweise die Regionalvermarktung beleuchtet, um Themen wie gesunde Ernährung, nachhaltiger Konsum, Regionalität und Saisonalität anschaulich und praxisnah zu behandeln. Auch Besuche bei Bauernhöfen und Imkereien stehen auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler lernen heimische Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume kennen. Ganz praktisch wird das Wissen beim Bau von Nisthilfen und Insektenhotels angewendet. In den höheren Klassenstufen werden die Themen nochmal vertieft. Und selbst im Fremdsprachenunterricht wird Nachhaltigkeit eingebracht: Im Spanischunterricht werden unter anderem Texte zur Globalisierung und fairem Handel behandelt. Im Vorfeld des Schulfestes fand eine Projektwoche statt, bei der man sich natürlich auch mit Themen des Biosphärenreservats auseinandersetzen konnte.
Bei der Zertifizierung würdigte Landrat und Verbandsvorsteher Frank John das große Engagement der Schule und ermunterte die Schülerinnen und Schüler: „Das Biosphärenreservat ist Eure Heimat und hier könnt ihr was Konkretes bewegen. Wenn ihr bei Aktionen der Jungen Biosphäre mitmachen möchtet oder vielleicht eigene Ideen für nachhaltige Projekte in euren Dörfern habt, meldet euch einfach bei uns.“
Schulleiterin Claudia Priester betont, dass das Schulmotto „miteinander-füreinander-voneinander“ den Grundgedanken der nachhaltigen Entwicklung widerspiegelt. Es sei kein Widerspruch, sondern eine Bereicherung lokal denkend im Bliesgau verwurzelt zu sein und dennoch oder auch gerade deswegen global handelnd die Welt im Blick zu haben. Ergänzend wurde eine Kooperation mit dem MINT-Campus in St. Ingbert geschlossen.
Biosphärenschulen sind wichtige Lernorte für nachhaltige Entwicklung, sie vermitteln grundlegende Informationen über das Biosphärenreservat Bliesgau, beziehen regionale Akteure in den Schulalltag ein, machen nachhaltige Erlebnisse möglich und arbeiten im Netzwerk intensiv mit dem Biosphärenzweckverband Bliesgau und den anderen Biosphärenschulen zusammen.
Weitere Informationen zu den Biosphärenschulen gibt es bei Stefanie Lagaly vom Biosphärenzweckverband Bliesgau (Tel: 06842-9600913, E-Mail: s.lagaly@biosphaere-bliesgau.eu).