auch unter dem Namen Stieglitz bekannt

Distelfink

Wissenschaftlicher Name: Carduelis carduelis

Der Stieglitz wird auch Distelfink genannt und gehört wie dieser Name schon sagt, zur Familie der Finken. Mit einer Körperlänge von 12-13 cm ist er kleiner als der bekanntere Buchfink. Sein auffallendstes Merkmal ist aber seine kräftig rote Gesichtsmaske und eine deutliche abgesetzte gelbe Binde im Flügel. Ansonsten ist sein Gefieder hellbraun mit schwarz und weiß vor allem an den Flügeln und dem Schwanz.

Stieglitze sind meist in kleineren Trupps anzutreffen, in denen sie die Umgebung auf der Suche nach Nahrung durchstreifen. Er ernährt sich hauptsächlich von Sämereien z.B. von Disteln, aber auch von Gräsern und Bäumen.
Dabei kann jeder etwas zum Erhalt dieses farbenfrohen Gesellen beitragen.
Durch seine Nahrungsvorlieben ist er auf vielfältige Lebensräume angewiesen, die ihm möglichst ganzjährig Nahrung zur Verfügung stellen. 
Der Stieglitz steht also stellvertretend für die Arten, die durch eine immer intensivere Landwirtschaft, die Bebauung von Brachflächen, aber auch die artenarme Gestaltung vieler Gärten (mit Kies und englischem Rasen) gefährdet sind.
Mit dem Sichern oder Neuanlegen von wildkräuterreichen Blühflächen können Gartenbesitzer, Firmen, Vereine und Kommunen ganz einfach für die Artenvielfalt und den Stieglitz in ihren Heimatorten tätig werden.

Distelfink, Jungvogel

junger Distelfink auf einem Busch vor blauem Himmel

junger Distelfink

Distelfink

Distelfink

Distelfink

beste Beobachtungszeit:

im Herbst dort wo viele Disteln oder Sonnenblumen vorkommen

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

In der Roten Liste des Saarlandes (2020) wird er noch als ungefährdet geführt, sein Bestand hat in Deutschland in den letzten 20 Jahren aber um fast 50 % abgenommen.

Lebensraum:

Für ihn sind bunt-blühende Wegsäume und Brachflächen geeignet, die mit ihrer Vielfalt an Arten auch zu verschiedenen Zeiten Sämereien bieten. Auch Parks und Gärten können so gestaltet werden, dass sich Stieglitze hier wohl fühlen. Wichtig ist hierbei nur, dass möglichst viele heimische Wildkrautarten für den Stieglitz, aber natürlich auch viele andere Arten zur Verfügung stehen.

Vorkommen im Bliesgau:

Gerade im Herbst kann man ihn z.B. auf Flächen mit vielen Disteln beobachten, da er dort an den Samen nascht, aber auch an Sonnenblumen.

Wussten Sie schon?

Der Stieglitz war 2016 Vogel des Jahres.