im Bliesgau zirpt es

Feldgrille

Wissenschaftlicher Name: Gryllus campestris

Die Feldgrille wird 17-23 mm lang und ist schwarz oder auch seltener braun gefärbt. Sie hat kräftige Beine. Der kugelrunde Kopf besitzt dünne Antennen und drei helle Punktaugen auf der Stirn. Die Vorderflügel besitzen eine bräunlich bis tiefschwarze Farbe mit schwarzen Adern und sind an der Basis gelb.
Die Flügel werden von den geschlechtsreifen Männchen zur Lauterzeugung, den bekannten zirpenden Gesängen benutzt. Dieser Lockgesang der Männchen ist von Mai bis Ende Juni in trockenen, warmen Wiesen und Hängen deutlich zu hören, teilweise bis zu 50 m weit. Man hört die Art also deutlich öfter, als das man sie tatsächlich sieht, aber auch der Gesang ist mit keiner anderen Art zu verwechseln.
 

Feldgrille

Feldgrille im Gras

Feldgrille im Gras

Feldgrille

Feldgrille schaut aus ihrer Höhle

Feldgrille schaut aus ihrer Höhle

Feldgrille

Feldgrille auf einer Hand in der Wiese

Feldgrille

Beobachtungsmöglichkeit:

Wenn man die Art tatsächlich sehen möchte, lohnt es sich, in trockenen, sonnigen Wiesen nach Löchern im Boden Ausschau zu halten. Die Tiere graben nämlich 10-20 cm tiefe und ca. 2 cm breite Wohnröhren in den Boden und halten sich auch oft in deren Nähe auf.

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

In der Roten Liste des Saarlandes (2020) wird die Art als ungefährdet gelistet.

Sie hat in den letzten Jahren stark zugenommen und auch Bereiche besiedelt, wo sie vorher nicht zu finden war.

Lebensraum:

trockene, warme Wiesen

Vorkommen im Bliesgau:

Vor allem häufig in den Kalk-Halbtrockenrasen z.B. im Orchideengebiet Gersheim

Wussten Sie schon?

Die Feldgrille gehört zur Ordnung der Langfühlerschrecken, im Gegensatz zu einigen ihrer Verwandten springen sie nur über kurze Strecken. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Wurzeln, aber auch kleinere Bodentiere und deren Kadaver werden nicht verschmäht. Nur die männlichen Grillen zirpen, Weibchen auf Partnersuche werden durch diesen Gesang angelockt.