unterwegs in Warnfarben

Feuersalamander

Wissenschaftlicher Name: Salamandra salamandra

Vom Feuersalamander haben die meisten sicherlich schon gehört oder gelesen. Ein Tier tatsächlich live gesehen, haben aber wahrscheinlich die wenigsten.
Feuersalamander sind nämlich nachtaktiv und vor allem in feuchten, regnerischen Nächten zu finden.

Feuersalamander in unseren Breiten werden ca. 15 cm lang und sind durch ihre gelb-schwarze Färbung (in seltenen Fällen können die sonst gelben Farbpartien auch orange bis rötlich gefärbt sein) unverwechselbar.

Im Gegensatz zu anderen Amphibien setzt das Feuersalamander-Weibchen, meist im Frühjahr, weit entwickelte, kiementragende Larven in geeignete Gewässer ab. Die Larven lassen sich gut an den hellen Flecken der Beinansätze und den Außenkiemen erkennen.

Im Sommer bis Frühherbst sind die Jungtiere dann so weit entwickelt, dass sie an Land gehen können. Sie werden aber erst mit zwei bis vier Jahren geschlechtsreif.
Ausgewachsene Feuersalamander verstecken sich tagsüber unter Laub, Steinen oder Totholz. Nachts gehen sie dann auf Nahrungssuche und fressen Insekten, Schnecken oder Spinnen. Dabei bewegen sie sich meist sehr langsam, denn sie sondern durch spezielle Drüsen ein Hautsekret ab, das sie vor Feinden schützt.

Feuersalamander

Feuersalamander

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Feuersalamander-Larve

Feuersalamander-Larve

Larve eines Feuersalamanders

Beobachtungsmöglichkeit:

In Gebieten mit Vorkommen von Feuersalamandern trifft man sie am ehesten in feuchten Nächten. Tagsüber sind sie nur bei „schlechtem“ Wetter, also während oder direkt nach Regenfällen anzutreffen, da sie sich ansonsten unter flachen Steinen, Totholz oder zwischen Felsblöcken verstecken und nur nachts aktiv sind. Am besten lassen sich die Tiere im Frühjahr und Frühsommer beobachten.

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

Die Art ist in Deutschland „besonders geschützt“, gilt aber zurzeit noch als „ungefährdet“. International trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art, da ein großer Teil der Weltpopulation hier vorkommt.

Auch die Rote Liste des Saarlandes (2020) führt ihn noch als ungefährdet.

Lebensraum:

Sie leben meist in Laub- und Mischwäldern, in denen es kleinere Bäche und Quellen gibt.

Sie benötigen fischfreie, nährstoffarme und kühle Gewässer.

Vorkommen im Bliesgau:

in Wäldern sowohl im südlichen als auch im nördlichen Biosphärenreservat

Gefährdung:

Belastung von Kleingewässern mit Dünger und Abwasser; Einschleppung von Krankheiten wie die Salamanderpest (Bsal), aber auch der Klimawandel, der dazu führt, dass Fortpflanzungsgewässer austrocknen

Wussten Sie schon?

Anhand der Musterung lassen sich sogar die einzelnen Individuen voneinander unterscheiden, wie beim Fingerabdruck eines Menschen.

Die Tiere sollten nicht angefasst werden, da ihre Haut mit einem Sekret überzogen ist, welches bei Kontakt mit den Schleimhäuten ein starkes Brennen verursacht. In der Natur dient dieses Gift den Feuersalamandern als Fressschutz.