Weder Frosch noch Kröte

Gelbbauchunke

Wissenschaftlicher Name: Bombina variegata

Die Gelbbauchunke ist ein Froschlurch, der bis zu 5 cm groß werden kann. Der Färbung ihrer Unterseite verdankt sie ihren Namen, denn ihr Bauch ist von einem gelben Fleckenmuster überzogen, während ihre Oberseite eher graubraun ist. Sie kommt vor allem im Süden bis in die Mitte Deutschlands vor. Bei Gefahr kann sie giftige Hautsekrete absondern, um so ihre Feinde in die Flucht zu schlagen. 

Gelbbauchunke im Wasser

Gelbbauchunke

Gelbbauchunke am Wasser

Gelbbauchunke

Beobachtungsmöglichkeit:

In der Regel beginnt die Laichzeit im April und dann sollten die Tiere auch möglichst ungestört sein. Ab etwa Mitte September ziehen die Tiere sich in ihre Winterverstecke zurück. Während ihres Aufenthalts an den Gewässern kann man sie am also am leichtesten finden.

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

Nach FFH-Richtlinie geschützt und auch laut Bundesnaturschutzgesetz „streng geschützt“; in der Roten Liste des Saarlandes wird sie als „stark gefährdet“ geführt

Lebensraum:

Das ursprüngliche Habitat der Unke sind Auen natürlicher Fließgewässer, in denen sich bei Hochwasser stets neue Gewässer bilden, die auch wieder austrocknen können. In Mitteleuropa sind diese aber kaum noch vorhanden. Als Pionierart besiedelt die Gelbbauchunke in der heute vom Menschen stark geprägten Landschaft vor allem temporäre Kleinstgewässer wie beispielsweise wassergefüllte Traktorspuren, Pfützen oder Gräben. Dort hat sie weniger Konkurrenz und Fressfeinde zu befürchten als an größeren Gewässern mit viel Vegetation. Kleine Gewässer erwärmen sich zudem recht schnell und so kann sich auch der Laich und die Larven zügig entwickeln.

Vorkommen im Bliesgau:

in temporären Gewässern, früher im Auenbereich, später in Steinbrüchen

Gefährdung:

Durch das Zerstören oder Beeinträchtigen ihrer Habitate, z.B. durch Müll, Chemikalien oder Bodenbearbeitung ist die Art stark gefährdet. Auch der Klimawandel stellt eine Gefahr dar, da viele Kleinstgewässer heute zu schnell austrocknen und die Gelbbauchunken hier nicht mehr reproduzieren können

Wussten Sie schon?

Bei Unken ist es typisch, dass die Pupillen eine Herzform haben. Im Gegensatz zur Gelbbauchunke kommt die etwas seltenere Rotbauchunke vermehrt im Norden Deutschlands vor.

Die Zeichnung am Bauch kann genutzt werden um einzelne Individuen voneinander zu unterscheiden.