Gras heißt nicht immer grün

Grasfrosch

Wissenschaftlicher Name: Rana temporaria


Den Namen verdankt er seiner Lebensweise in der Gras- und Krautschicht von Wiesen und lichten Wäldern. Von den drei Braunfroscharten ist der Grasfrosch in Deutschland die häufigste Art und auch im Saarland weit verbreitet.

Grasfrösche können bis zu elf Zentimeter lang werden und werden vor allem im zeitigen Frühjahr (Mitte/ Ende Februar bis Ende März) auf ihren Wanderungen zu ihren Laichgewässern häufig beobachtet.  An Tümpel, Gräben, Seen, Weihern und Gartenteichen legen die Weibchen Laichballen mit 700-4 000 Eiern ab. Aus ihnen schlüpfen die Kaulquappen, die ihre Metamorphose in wenigen Wochen durchleben und als 10-15 mm kleine Frösche an Land gehen.

Dort gehen sie meist nachts auf die Jagd nach Insekten, Asseln, Würmer, Schnecken und Spinnen. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Plätzen unter Steinen oder Totholz. In Acht nehmen muss sich der Grasfrosch vor Mardern, Füchsen, Reihern, Greifvögeln etc., die ihn zum Fressen gern haben.
 

Grasfrosch

Grasfrosch

Grasfrosch

Grasfrosch-Paar

Grasfrosch-Paar

Grasfrosch-Paar

Beobachtungsmöglichkeiten:

im zeitigen Frühjahr an ihren Fortpflanzungsgewässern. Als solche nutzen sie teilweise auch Gräben an Waldwegen.

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

In der aktuellen Roten Liste des Saarlandes (2020) wurde die Art hochgestuft in die Vorwarnliste.

Lebensraum:

Man findet sie meist nur während der Fortpflanzungszeit am Gewässer, danach wandern sie wieder in ihre Landlebensräume: Wiesen, Wälder, Gebüsche, Parks und Gärten.

Vorkommen im Bliesgau:

Die Art kann man in allen Gemeinden des Bliesgaus finden.

Wussten Sie schon?

Der Grasfrosch ist, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, nicht grün, sondern braun gefärbt. Damit gehört er mit den beiden ähnlichen Arten Spring- und Moorfrosch zu den sogenannten „Braunfröschen“.