keine alltägliche Farbe für einen Schmetterling

Grüner Zipfelfalter

Wissenschaftlicher Name: Callophrys rubi

Ein grüner Schmetterling? Wer hat so etwas bei uns schon einmal (abgesehen von tropischen Arten in den Schmetterlingshäusern) gesehen? Aber es gibt ihn auch bei uns zu finden. Allerdings nicht immer ganz einfach, denn natürlich ist er bei weitem nicht so groß wie die Arten, die uns in Schmetterlingshäusern begegnen. Er gehört eher zu den kleineren heimischen Tagfalterarten. Nicht mal halb so groß wie der bekannte Zitronenfalter oder auch das Tagpfauenauge ist er.

Außerdem zeigt er, anders als das Tagpfauenauge nicht gerne die Oberseiten seiner Flügel, sondern sitzt meist mit zusammengeklappten Flügeln. Das ist aber nicht so schlimm, denn die Flügeloberseite ist braun. Das namensgebende Grün findet sich in der Sonne schimmernd auf seiner Unterseite.
Die Zipfelfalter als Artengruppe gehören zur Familie der Bläulinge und haben oft einen kleines „Schwänzchen“ als Verlängerung einer Flügelader auf dem Hinterflügel. Beim Grünen Zipfelfalter ist das aber kaum zu sehen.

Grüner Zipfelfalter

Grüner Zipfelfalter

Grüner Zipfelfalter

Flugzeit:

Die ersten Grünen Zipfelfalter kann man Ende März/Anfang April beobachten, die letzten meistens im Juni. Die Art fliegt nämlich nur in einer Generation, d.h. während der Flugzeit werden die Eier gelegt, die erst im kommenden Jahr wieder neue Falter ergeben.

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

Sowohl deutschlandweit als auch im Saarland ist er eine Art der Vorwarnliste.

Lebensraum:

Der Grüne Zipfelfalter bewohnt verschiedene Biotope, nur offen und mager müssen sie sein. Man sieht aber meist nur einzelne Tiere.

Vorkommen im Bliesgau:

z.B. im Orchideengebiet Gersheim.

Wussten Sie schon?

Die Raupen sind dabei nicht sehr wählerisch: von verschiedenen Brombeer-Arten (deshalb trägt er als deutschen Namen auch den Namen „Brombeer-Zipfelfalter), über Färberginster, Esparsette und Faulbaum bis zum Sonnenröschen fressen die Raupen viele verschiedene Pflanzen.