Vogel des Jahres 2025

Hausrotschwanz

Wissenschaftlicher Name: Phoenicurus ochruros

Wie bei vielen Vögeln ist auch der Hausrotschwanz geschlechtsdimorph, d.h. das Weibchen und Männchen unterschiedlich aussehen. Beide Geschlechter haben allerdings einen roten Schwanz. Das Weibchen (und die Jungtiere) ist eher grau-braun und kann leicht mit den Weibchen des selteneren Gartenrotschwanzes verwechselt werden. Die Männchen der beiden Arten lassen sich aber gut unterscheiden. Beim Hausrotschwanz sind Teile des Kopfes schwarz und diese Färbung geht dann Richtung Rücken und Bauch von einem dunkelgrau zu einem helleren Grau über.

Die Körperlänge ist mit knapp 15 cm nur ein bisschen kürzer als beim Spatz. Der Hausrotschwanz wirkt aber auch etwas schlanker.

Jungvogel vom Hausrotschwanz

Jungvogel vom Hausrotschwanz

Männlicher Hausrotschwanz

Männlicher Hausrotschwanz

beste Beobachtungszeit:

Im Winter sind die meisten Hausrotschwänze am Mittelmeer zur Überwinterung. Vereinzelt überwintern aber auch Tiere in Deutschland. Die ersten Rückkehrer sind auch Ende Februar schon wieder zurück in ihren Brutgebieten.

Dann kann man ihn auch gut innerhalb von Siedlungen beobachten, wo er auch gerne von Hausdächern sein Liedchen trällert (oder von der Fensterbank des Schlafzimmerfensters, mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang in voller Lautstärke, Anmerkung der Autorin).

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

Der Hausrotschwanz ist auch im Saarland nach der letzten Roten Liste (2020) als ungefährdet und häufig eingestuft und die Zahl der Brutpaare wird für das Saarland auf 10 000-20 000 geschätzt. 

Lebensraum:

Er ist ein Nischen- und Halbhöhlenbrüter und bei der Wahl des Nistplatzes oft auch relativ störunempfindlich. So findet man sein Nest auch mal in Briefkästen oder Carports.

 

Vorkommen im Bliesgau:

Man kann der Art im Bliesgau daher überall in den Siedlungen begegnen, aber auch in Habitaten wie Steinbrüchen oder Weinbergen. Wichtig ist für ihn vor allem, dass es in der Umgebung auch Bereiche gibt, die nur schütter oder kurz bewachsen sind.

Gefährdung:

Er ist ein Vertreter der Siedlungsbewohner, die durch energetische Sanierungen bedroht werden, da dabei oft Nischen wegfallen, die vorher als Brutstätte genutzt werden konnten. Außerdem macht ihm auch der Rückgang in der Insektenwelt zu schaffen, denn diese stellen seine Hauptfutterquelle dar. Artenreiche, naturnahe Gärten und Parks sind daher für ihn unverzichtbar, wenn er sich auch weiter in unseren Städten und Dörfern wohl fühlen soll.

Wussten Sie schon?

Der Hausrotschwanz ist Vogel des Jahres 2025

Seit einigen Jahren wird der Vogel des Jahres nicht mehr durch eine Expertenjury im NABU festgelegt, sondern es werden von der Jury fünf Arten vorgeschlagen und die Bevölkerung darf entscheiden, wer das Rennen macht und der nächste Jahresvogel wird. 

Trotz einer starken Konkurrenz mit Waldohreule, Schwarzspecht, Schwarzstorch und Kranich hat der Hausrotschwanz mit knapp 30 % der abgegebenen Stimmen die Wahl für 2025 gewonnen und wurde in der ersten Oktober-Dekade als neuer Jahresvogel verkündet.

Er löste also im Januar 2025 den Kiebitz als Jahresvogel ab.