Rostrote Mauerbiene
Wissenschaftlicher Name: Osmia bicornis
Die ersten Blüten im Frühjahr nach der langen, kalten Jahreszeit erfreuen nicht nur uns Menschen, sie sind auch lebensnotwendig für die Bestäuber, die in den ersten warmen Tagen ihr Winterversteck verlassen oder wie die Rostrote Mauerbiene in den ersten Apriltagen schlüpfen.
Die Eier aus denen sich diese Wildbienen-Art entwickelt wurden schon im Mai oder Juni des Vorjahres gelegt. Die Larven die aus diesen Eiern geschlüpft sind, haben sich in ihren Brutzellen über den Sommer von dem Vorrat ernährt, den das Weibchen vorher als Pollen und Nektar gesammelt hat. Irgendwann verpuppt sich dann die Larve und schlüpft im nächsten Frühjahr als fertige Biene und der Lebenszyklus beginnt von vorn.
Die Weibchen haben einen braungelben Pelz am Thorax, die ersten Hinterleibssegmente sind ebenfalls braungelb behaart, der Rest schwarz. Die Männchen haben am Rücken und Schildchen eine rötlich-braungelbe Behaarung, Brust- und Vorderschenkel sowie der Kopfbereich sind weißlich behaart. Wegen der starken Behaarung werden diese Wildbienen auch oft mit Hummeln verwechselt.
Bei der Rostroten Mauerbiene sind die Männchen, wie bei vielen anderen Insekten auch, nur für die Paarung von Nöten. Bei dem Anlegen der Nester spielen sie keine Rolle. Die Rostrote Mauerbiene gehört wie viele andere Wildbienen auch zu den solitären Bienen. Hier gibt es nicht wie bei der Honigbiene einen Staat mit einer Königin und Arbeiterinnen, die dann die Brut versorgen, sondern das Weibchen muss sich ganz alleine um die Pflege seiner Brut kümmern.
Dazu baut das Weibchen sogenannte Brutzellen. In jede Zelle kommt ein einzelnes Ei und genug Vorrat an Nektar und Pollen, damit die Larve gut gedeihen kann.