Charakterart der Halbtrockenrasen

Warzenbeißer

Wissenschaftlicher Name: Decticus verrucivorus

Neben dem Grünen Heupferd ist der Warzenbeißer die größte heimische Heuschreckenart.

Die Tiere können knapp vier Zentimeter lang werden, sind dabei aber massiger als das bekanntere Grüne Heupferd. Die Färbung ist variabel, von gelb über grün bis schwarzbraun reicht die Palette, die meisten Tiere weisen eine Musterung aus mehreren Farben auf.
Warzenbeißer sind Allesfresser. Sie fressen z.B. Käferlarven, Raupen, tote Insekten aber auch pflanzliche Kost.
Mit etwas Übung kann man den Gesang der männlichen Warzenbeißer gut von anderen Arten unterscheiden, die kurzen „Zick“-Laute werden in längeren Folgen, wie bei den sogenannten Langfühlerschrecken üblich, durch Gegeneinanderreiben der Flügel erzeugt.

Der Warzenbeißer gehört zur Ordnung der Langfühlerschrecken und dort zur Familie der Laubheuschrecken. Die Weibchen unterscheiden sich von den Männchen durch die nach oben gebogene Legeröhre. Sie legen ihre Eier einzeln in die Erde ab. Larven der Art lassen sich auch schon im April und Mai finden.
 

Warzenbeißer

ein Warzenbeißer (Heuschrecke) im Gras

Der Warzenbeißer ist eine unserer größten heimischen Heuschrecken

Beobachtungsmöglichkeit:

erwachsene Tiere kann man ab Juni finden z.B. im Orchideengebiet in Gersheim

Schutzstatus/ Rote Liste Status:

Insgesamt ist er als selten einzustufen und wird in der Roten Liste der Bundesrepublik als „gefährdet“ aufgeführt. Auch im Saarland ist er als gefährdet eingestuft.

Lebensraum:

Er ist eine Charakterart der Kalk-Halbtrockenrasen und kann dort in großen Zahlen vorkommen.

 

Vorkommen im Bliesgau:

Er kommt im Saarland vor allem in extensiv genutzten Landschaftsteilen vor und hat daher einen seiner Verbreitungsschwerpunkte im Bliesgau. So kann man ihn z.B. auch im Orchideengebiet Gersheim finden.

Wussten Sie schon?

Seinen Namen verdankt das Tier dem Glauben, dass mit seinen Bissen Warzen verätzt werden können.