BNE-Begleiterin im Elementarbereich
"BNE" bedeutet "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Hier soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt werden. Menschen sollen in die Lage versetzt werden, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.
In den Kindertagesstätten des Biosphärenreservates Bliesgau spielt, im wahrsten Sinne des Wortes, die Zukunft der Region. In wenigen Jahren sind es diese Kinder, die die Region gestalten und Verantwortung für die Entwicklung ihrer Heimat vor dem Hintergrund der komplexen und ständig wachsenden globalen Herausforderungen, wie beispielsweise dem Klimawandel, übernehmen werden. Wer glaubt, dass Kinder zwischen drei und sechs Jahren zu klein sind, um sich mit Themen wie „Klimaschutz und Energie“, „Naturschutz“ oder „Nachhaltiges Wirtschaften“ auseinander zu setzten, der irrt. Gerade in diesem Alter sind Kinder besonders neugierig und aktiv, hier lassen sich wichtige Grundlagen schaffen, auf denen im späteren Leben aufgebaut werden kann. Das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ gilt auch für das Thema Nachhaltigkeit.
Zusammen mit dem Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes bildete die Verwaltungsstelle „BNE-Begleiterinnen im Elementarbereich“ weiter. 26 Erzieherinnen setzten sich bei der umfangreichen Fortbildung an insgesamt 12 Tagen intensiv mit den Themen Natur, Klimaschutz und Energie und nachhaltiges Wirtschaften auseinander und bekamen viele praktische Tipps, wie sie bereits bei den Kleinsten nachhaltiges Denken und Handeln fördern können. Die Fortbildung war ein Pilotprojekt für das Saarland und passte sehr gut in das Biosphärenreservat Bliesgau, denn in einer Modellregion können auch mal Dinge ausprobiert werden.
Im September 2010 ging es mit dem Baustein „Natur“ im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus und auf den Wiesen und Wäldern um Gersheim los. Bei vielen praktischen Übungen, wie dem Bauen eines Schlosses aus Materialien des Waldes, bei dem später auch wieder etwas an die Natur zurück gegeben wurde, können die Kinder spielerisch für weltweite Umweltprobleme wie, den Raubbau an Wäldern sensibilisiert werden. 
Zukunfts-Technik in der Kindertagesstätte hautnah erleben: das Spielzeugauto fährt mit Brennstoffzelle
Im zweiten Modul im November standen die Themen „Energie und Klimaschutz“ auf dem Programm. Bei diesem Baustein hat das Biosphärenreservat Bliesgau die ARGE Solar und das Projekt „leuchtpol“ eingebunden, bei dem bundesweit Erzieherinnen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung an den Themen Energie und Umwelt geschult werden. In sogenannten Lernwerkstätten haben die Erzieherinnen, wie später die Kinder selbst, mit den Elementen Luft und Sonne experimentiert und erlebt, was sich so alles mit Sonnenenergie antreiben läßt. Mit einer umfangreichen Materialkiste von leuchtpol ausgestattet, begleiten die Erzieherinnen dann in ihren eignen Einrichtungen die Kinder beim Forschen und Entdecken.
Im Januar 2012 wurden 23 Erzieherinnen vom Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes als „BNE-Begleiterinnen im Elementarbereich“ ausgezeichnet. Diese sind nun wichtige Multiplikatorinnen und begleiten die Kinder bei der Entwicklung ihres Bewusstseins für die Natur und Umwelt und fördern Fähigkeiten, um Zukunft aktiv zu gestalten.
Als Dank übergab ihnen der Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau, Stephan Strichertz eine Urkunde in einem besonderen Rahmen: einem Rahmen aus heimischen Hölzern.
Bei Fragen können Sie gerne Stefanie Lagaly vom Biosphärenzweckverband Bliesgau anrufen: Tel. (0 68 42) 9 60 09 13.
Freuen sich über ihre Auszeichnung: die ersten BNE-Begleiterinnen im Biosphärenreservat Bliesgau mit dem Verbandsvorsteher Stephan Strichertz (rechts) und Horst Cürette vom Umweltministerium(links).


