Fragebogenaktion der Arbeitsgruppe „Bioenergiedorf Breitfurt“ startet

Ein Flugblatt sowie einen Fragebogen werden Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bioenergiedorf Breitfurt“ in den kommenden Tagen und Wochen unter den Hauseigentümern in Breitfurt verteilen. Daraus erhofft man sich grundlegende Informationen zur Planung einer Nahwärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien im Blieskastler Stadtteil.

In einem Flugblatt werden die Hintergründe und Ziele des Bioenergiedorfs Breitfurt erläutert: Die Wärme soll nicht mehr wie bislang üblich aus Ölheizungen in den Wohnhäusern stammen, sondern zentral in einem großen Heizwerk erzeugt und über Wärmeleitungen in einer Übergabestation an die Häuser abgegeben werden. Statt der jährlichen hohen Ölrechnung zahlen die Kundinnen und Kunden eine monatliche Abschlagszahlung ähnlich wie bei Wasser und Strom. Auch entfallen die Kosten für die Neuanschaffung einer Heizung sowie Wartungs- und Schornsteinfegerkosten.

Der Fragebogen behandelt Aspekte wie die Art des Gebäudes, die beheizte Wohnfläche, die bestehende Heizungsanlage und erkundet die generelle Bereitschaft, sich an ein Wärmenetz anzuschließen. Gerne sind die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe bereit, beim Ausfüllen der Fragebögen behilflich zu sein. Diese werden die Fragebögen etwa zwei Wochen nach Aushändigen wieder einsammeln.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Ortsvorsteher Reiner Freidinger appellieren an die Breitfurter Bevölkerung, sich an der Umfrage zu beteiligen. „Die Umfrage“, so die Bürgermeisterin, „ist zunächst einmal völlig unverbindlich und dient dazu, Informationen über die bestehenden Heizungen in Breitfurt zu bekommen“. Aufbauend auf diesen Informationen könne eine erste Planung erfolgen. Eins jedoch stellt Ortsvorsteher Reiner Freidinger klar: „Je mehr Haushalte mitmachen, desto günstiger fällt der Wärmepreis aus.“

Läuft alles glatt, kann die Umsetzung des Projekts in 2016 beginnen.
Das Projekt ist Teil des „Masterplan 100% Klimaschutz“. Darin hat sich die Biosphäre Bliesgau als eine von 19 Modellregionen in Deutschland zum Ziel gesetzt, bis 2050 den Energieverbrauch zu halbieren und die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu senken.
Interessenten melden sich bitte bei Ortsvorsteher Reiner Freidinger, Tel. 0 68 42 / 34 67 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressemeldung vom 10. März 2015